{"id":2922,"date":"2017-10-02T23:52:46","date_gmt":"2017-10-02T21:52:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.city-magazin.at\/?p=2922"},"modified":"2019-01-29T21:32:03","modified_gmt":"2019-01-29T20:32:03","slug":"linzer-landhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/linzer-landhaus\/","title":{"rendered":"Linzer Landhaus"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\"  style='background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:20px;padding-right:0px;padding-bottom:20px;padding-left:0px;'><div class=\"fusion-builder-row fusion-row \"><div  class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion_builder_column_1_1  fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last 1_1\"  style='margin-top:0px;margin-bottom:20px;'>\n\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-column-wrapper\" style=\"padding: 0px 0px 0px 0px;background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;\"  data-bg-url=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h1><span style=\"color: #e20714;\">450 Jahre <\/span>Linzer Landhaus.<\/h1><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h4>Der Sitz des Landtags und der Landesregierung feiert heuer ein rundes Jubil\u00e4um.<\/h4><\/h1><\/div><div class=\"fusion-text\"><p>Das Linzer Landhaus war eine protestantische Hochburg. Im Steinernen Saal hielten evangelische Prediger Gottesdienste ab; Adelige dieser Konfession heirateten und feierten Feste. <!--more--><\/p>\n<p>Die Lage der Lutheraner \u00e4nderte sich 1624 jedoch schlagartig mit dem Reformpatent von Kaiser Ferdinand II.: Wer nicht katholisch werden wollte, musste nun das Land verlassen. Schon im Sp\u00e4tmittelalter bildeten sich zwei Machtzentren im \u201eLand ob der Enns\u201c. Die Landesf\u00fcrsten, die im Schloss residierten, herrschten als Vertreter des katholischen Kaisers. Sie konnten jedoch nicht alleine regieren; ein Recht auf Mitsprache hatten auch die Landesst\u00e4nde, bestehend aus Pr\u00e4laten, lokalen Machthabern wie Grafen, Rittern usw. und Vertretern der St\u00e4dte. Diese zweite Gruppe errichtete von 1564 bis 1571 das Landhaus als st\u00e4ndigen Tagungsort. Es befindet sich an der Stelle eines fr\u00fcheren Minoritenklosters. Von diesem Vorg\u00e4ngerbau ist heute nur noch die Kirche \u00fcbrig geblieben. Die meisten M\u00f6nche hatten ihre Konvente verlassen; au\u00dferdem waren die Pr\u00e4laten oft verweltlicht und \u201ebeweibt\u201c. Zuerst errichtete man den Saaltrakt samt Turm; zwischen 1568 und 1658 kamen drei H\u00f6fe dazu. Das 1570 entstandene Nordportal aus rotem Salzburger Marmor, das nicht nur den Eingang, sondern auch die Fenster des Steinernen Saales im ersten Stock umfasst, bildet noch heute einen k\u00fcnstlerischen H\u00f6hepunkt. Eine Landschaftsschule (Gymnasium) \u00fcbersiedelte 1574 in das Landhaus. Dort unterrichteten bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten wie Johannes Kepler.<\/p>\n<p><strong>Bauernkrieg.<\/strong> Das Landhaus war an die S\u00fcdmauer der Stadt angegliedert. Im Bauernkrieg von 1626 belagerten Stefan Fadinger und seine Soldaten Linz erfolglos. Im Zuge der Rekatholisierung verloren die Landst\u00e4nde zunehmend an Einfluss. Bis 1848 fungierten sie nur mehr als Zustimmungsorgan. Erst 1632 durchbrach man die Stadtmauern, um ein S\u00fcdportal zu schaffen. Zu erreichen war es \u00fcber eine gew\u00f6lbte Steinbr\u00fccke, die einen Graben durchquerte. Sp\u00e4ter zugesch\u00fcttet, geriet sie in Vergessenheit und kam erst beim Bau einer Tiefgarage wieder zum Vorschein.<\/p>\n<p><strong>Brandkatastrophe.<\/strong> Von den Versch\u00f6nerungen der Barock- und Rokokozeit ist wenig \u00fcbrig geblieben. Am 15. August 1800, dem Tag von Mari\u00e4 Himmelfahrt, zerst\u00f6rten Flammen die gesamte Altstadt. Das Feuer ging vom Schloss aus, wo \u00a0verwundete Opfer des ersten napoleonischen Krieges Zuflucht gefunden hatten. \u00dcber einen h\u00f6lzernen Verbindungsgang griff er auf das Landhaus \u00fcber und vernichtete dort eine Gem\u00e4ldesammlung, eine Bibliothek sowie einen Teil des Archivs. Bis 1802 gelang es jedoch, das Geb\u00e4ude wieder zu errichten und seine S\u00fcdseite mit einem klassischen Portal zu versehen. Danach schleifte man die Stadtmauer, f\u00fcllte den Graben mit Schutt und bepflanzte die dadurch geschaffene Promenade mit B\u00e4umen. So entstand die Linzer Flaniermeile des 19. Jahrhunderts. Bald schaffte man es auch, die Altstadt wieder aufzubauen; Besitzer setzten einfach neue D\u00e4cher auf die Grundmauern ihrer verw\u00fcsteten H\u00e4user.<\/p>\n<p><strong>Moderne Verwaltung.<\/strong> Am 6. April 1861 konstituierte sich zum ersten Mal ein Landtag, der vom Volk gew\u00e4hlt wurde. Politiker f\u00fchrten 1919 das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Verh\u00e4ltniswahlrecht ein. Das autorit\u00e4re Regime von Engelbert Dollfu\u00df setzte jedoch 1934 demokratische Verfahren au\u00dfer Kraft. Erst 1945 erfolgte eine R\u00fcckkehr zur Verfassung von 1930. Heute ist das Landhaus Sitz des Landtags, der Landesregierung und des Landeshauptmanns. Das ersterw\u00e4hnte Gremium fungiert als Gesetzgeber, beschlie\u00dft das Budget und kontrolliert die Arbeit der Regierung. Das marmorne Hauptportal geh\u00f6rt zu den bedeutenden Baudenkm\u00e4lern der Renaissance. Ebenfalls aus dieser Epoche stammt der Arkadenhof mit drei Arkadenreihen. In seiner Mitte befindet sich ein Planetenbrunnen mit achtseitigem Becken aus dem Jahr 1582. Im Sommer bildet dieser Hof den Rahmen f\u00fcr Freiluftkonzerte. Die eingebundene Minoritenkirche hat die Zeiten \u00fcberdauert, auch wenn sie sich nun im Barockkleid pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text\"><p style=\"text-align: center;\">Fotos: \u00a9 Redaktion\/Sokolof<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Linzer Landhaus war eine protestantische Hochburg. 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