{"id":3032,"date":"2018-02-27T00:42:28","date_gmt":"2018-02-26T23:42:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.city-magazin.at\/?p=3032"},"modified":"2018-05-02T12:06:23","modified_gmt":"2018-05-02T10:06:23","slug":"scheuba-florian","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/scheuba-florian\/","title":{"rendered":"Scheuba Florian"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\"  style='background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:20px;padding-right:0px;padding-bottom:20px;padding-left:0px;'><div class=\"fusion-builder-row fusion-row \"><div  class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion_builder_column_1_1  fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last 1_1\"  style='margin-top:0px;margin-bottom:20px;'>\n\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-column-wrapper\" style=\"background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;\"  data-bg-url=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h1><span style=\"color: #e20714;\">Gefahr\u00a0<\/span>im Verzug<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h4>Kabarettist Florian Scheuba \u00fcber Wahrheit, Politik &amp; Zukunftsw\u00fcnsche<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p><\/h1><\/div><div class=\"fusion-text\"><p>Drei Jahre nach seinem mit dem \u00d6sterreichischen Kabarettpreis ausgezeichneten Solo-Debut zieht Kabarettist Florian Scheuba wieder Bilanz. CITY!-Redakteurin Hilde Weber traf den scharfz\u00fcngigen Satiriker zum exklusiven CITY!-Talk.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>CITY!: <\/strong><strong>Am 17. Mai gastieren Sie mit Ihrem Programm \u201eFolgen Sie mir auff\u00e4llig!\u201c im Linzer Posthof. Worauf darf sich denn das Publikum freuen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Scheuba: <\/strong>Auf einen sehr pers\u00f6nlichen Abend, bei dem es letztlich um die Wahrheit geht. Ist es in Zeiten, in denen jeder seine eigenen Wahrheiten hat und behauptet, die Wirklichkeit sei nur eine Konstruktion, sinnvoll, dar\u00fcber zu sprechen, was wahr ist und was Fiktion? Wie zum Beispiel in sozialen Medien mit der Wahrheit umgegangen wird, wie hier mit gef\u00e4lschten Identit\u00e4ten Meinungsmache betrieben wird, wie hier eine Stimmung erzeugt wird, die mit der Realit\u00e4t nichts zu tun hat \u2013 all das beunruhigt mich und hier sehe ich Gefahr im Verzug. Dem stelle ich mich in meinem neuen Programm.\u00a0 Auch, weil es mir generell ein Anliegen ist, Dinge zu thematisieren, die in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung aus meiner Sicht zu wenig pr\u00e4sent sind.<\/p>\n<p><strong>Wie entsteht so ein Kabarett-Programm?<\/strong><\/p>\n<p>Der Grundgedanke ist immer die Frage: Was will ich dem Publikum sagen? Was ist mir wichtig? Was kann ich vielleicht bewegen? Ich habe beim Kabarett ja die au\u00dfergew\u00f6hnliche Situation, dass ich als echter Mensch vor echten Menschen stehe, die wirklich da sind, und das auch noch freiwillig. Ich empfinde es als gro\u00dfes Privileg, etwas sagen zu k\u00f6nnen, mit dem ich Menschen direkt erreiche. Darum gebe ich auch immer mein Bestes, um aus dieser Situation etwas zu machen.<\/p>\n<p><strong>Sie sind Gr\u00fcndungsmitglied der \u201eHektiker\u201c, der wohl erfolgreichsten \u00f6sterreichischen Kabarettgruppe. Wollten Sie jemals etwas Anderes werden als Schauspieler bzw. Kabarettist?<\/strong><\/p>\n<p>Als wir mit den \u201eHektikern\u201c begonnen haben, waren wir alle 16 Jahre alt und uns ging es in erster Linie darum, etwas Lustiges zu machen, das andere Leute auch lustig finden. Das hat zu unserem Gl\u00fcck funktioniert und wir sind im Laufe der Zeit quasi in der \u00d6ffentlichkeit erwachsen geworden. Bei mir ist dann der Gedanke immer st\u00e4rker geworden, was ich mit dem Privileg, dass ich auf eine B\u00fchne gehen kann und mir Leute zuh\u00f6ren, machen kann. In den Beruf als Kabarettist bin ich sozusagen hineingewachsen und die Frage \u201eWas will ich werden?\u201c hat sich mir nie wirklich gestellt.<\/p>\n<p><strong>Was ist f\u00fcr Sie das Faszinierende an Ihrem Beruf?<\/strong><\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit, von Mensch zu Mensch zu kommunizieren und nat\u00fcrlich die Freiheit, die mir dieser Beruf bietet. Ich habe keinen Chef, der mir etwas anschafft, sondern kann tun und lassen und vor allem sagen, was ich will. Darauf w\u00fcrde ich auch nur sehr ungern verzichten.<\/p>\n<p><strong>Man kennt Sie als durchaus kritischen Menschen, vor dessen Statements kaum ein Politiker sicher ist. Sind Sie auch ein politischer Mensch?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, sicher. Politik interessiert mich sehr und es geht mir nicht nur darum, meine Meinung zu verschiedenen Themen zu sagen, sondern auch Dinge zu recherchieren und sie nochmals in die \u00d6ffentlichkeit zu bringen, \u00fcber die sonst wieder Gras wachsen w\u00fcrde. Da habe ich einfach manchmal das Bed\u00fcrfnis, den Rasenm\u00e4her wieder auszupacken. Dass Dinge aufgezeigt und die M\u00e4chtigen kontrolliert werden, ist f\u00fcr mich auch ein Wesen von Demokratie. Wenn ich dazu meinen Beitrag leisten kann, habe ich mein Ziel erreicht.<\/p>\n<p><strong>Wie sehr hat es Sie getroffen, dass der ORF die \u201eStaatsk\u00fcnstler\u201c in Pension geschickt hat?<\/strong><\/p>\n<p>Ich finde es nat\u00fcrlich schade, weil wir gerne weitergemacht h\u00e4tten. Wir lassen uns aber nicht entmutigen und arbeiten schon an einem neuen Format, zumal die Nachfrage gegeben ist und die Leute es ganz offensichtlich sehen und h\u00f6ren wollen. Ich pers\u00f6nlich finde \u00fcberdies, dass investigative Satire notwendig ist in der Welt, in der wir leben.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie Vorbilder?<\/strong><\/p>\n<p>Nicht konkret, aber es gibt einige Leute, deren Arbeit ich sehr sch\u00e4tze wie etwa den amerikanischen Satiriker John Oliver, der sich in seinen TV-Shows immer mit gesellschaftskritischen Themen auseinandersetzt und dabei auch \u2013 in durchaus unterhaltsamer Form \u2013 sehr viel Wissen vermittelt, aber auch oft genug Leuten auf die Zehen tritt. Es ist ja in Amerika ein Trend, dass sich Jugendliche inzwischen mehr bei Comedians informieren als in Nachrichtensendungen; Leute wie John Oliver oder auch Stephen Colbert haben damit eine Informationsfunktion \u00fcbernommen. Diese Form von Arbeit finde ich vorbildlich.<\/p>\n<p>\u203a\u203a Wie in sozialen Medien mit der Wahrheit umgegangen wird, das beunruhigt mich, und hier sehe ich Gefahr im Verzug \u2039\u2039<\/p>\n<p><strong>Wor\u00fcber k\u00f6nnen Sie selber lachen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin ein gro\u00dfer Monty Python-Fan und mag auch gekonnten Alltagshumor sehr, wie jenen von Loriot oder Gerhard Polt. Es muss nicht immer kritische Satire sein.<\/p>\n<p><strong>Wie gehen Sie mit Popularit\u00e4t um?<\/strong><\/p>\n<p>Mir hilft sicher, dass wir es mit den \u201eHektikern\u201c schon sehr fr\u00fch erlebt haben, so wie Popstars im Rampenlicht zu stehen. Damals wie heute finde ich es irgendwie lustig, aber auch nicht mehr. Es wirklich ernst zu nehmen, w\u00e4re f\u00fcr mich ein schwerer Fehler. Nat\u00fcrlich hat meine Popularit\u00e4t etwas mit mir selber zu tun; ich kann und will mich nicht verrenken oder mir Gedanken machen m\u00fcssen, ob ich jetzt etwas besser nicht tun sollte, weil ich damit jemanden ver\u00e4rgern k\u00f6nnte. Bei meinem Zugang zu Satire verscherze ich es mir ohnehin immer wieder mit irgendjemandem. So gesehen w\u00e4re es eine schlechte Idee zu versuchen, meine Popularit\u00e4t zu optimieren.<\/p>\n<p><strong>Mit wem w\u00fcrden Sie gerne mal einen Abend verbringen, und warum?<\/strong><\/p>\n<p>Bei mir gehen Arbeit und Privates ineinander \u00fcber, weil ich habe das Gl\u00fcck habe, mit Freunden zusammenzuarbeiten. Ich sch\u00e4tze und genie\u00dfe es, meine Freizeit im Kreis von Menschen zu verbringen, die ich sehr mag. Einer, den ich jedoch gerne kennengelernt h\u00e4tte, ist Sir Karl Popper, ein gro\u00dfer Philosoph, dessen Denken ich immer sehr gesch\u00e4tzt habe.<\/p>\n<p><strong>Was w\u00fcnschen Sie sich f\u00fcr die Zukunft?<\/strong><\/p>\n<p>Wir leben in sehr aufgew\u00fchlten Zeiten und es gibt viele Bereiche, in denen wir uns \u2013 zu Recht \u2013 Sorgen machen m\u00fcssen. Es wird sehr viel gelogen und aus Populismus werden Sachen so verbogen, dass sie nichts mehr mit der Realit\u00e4t zu tun haben. Ich w\u00fcnsche mir, dass das Pendel wieder in die andere Richtung ausschl\u00e4gt, dass wieder mehr Vernunft in die Debatten einkehrt, dass weniger Hysterie herrscht und vor allem der Fokus auf das gelegt wird, was wirklich wichtig ist im Leben. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich w\u00fcnsche ich mir, dass ich mir meine Freiheit so beibehalten kann wie jetzt.<\/p>\n<p><strong>Was macht Sie gl\u00fccklich?<\/strong><\/p>\n<p>Allem voran meine Familie. Aber einfach: Zeit haben \u2013 Zeit mit der Familie, Zeit gut zu essen und gut zu trinken, Zeit zu genie\u00dfen, Zeit ein Buch zu lesen, Zeit f\u00fcr die Liebe. Zeit zu haben ist Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">PERSONALAKTE<\/span><\/p>\n<p><strong>FLORIAN SCHEUBA<\/strong><br \/>\nGeboren: 5.4.1965<br \/>\nSternzeichen: Widder<br \/>\nLiebesstatus: verheiratet, 3 Kinder<br \/>\nInfos: www.florianscheuba.at<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-image-carousel fusion-image-carousel-auto fusion-carousel-border\"><div class=\"fusion-carousel\" data-autoplay=\"no\" data-columns=\"5\" data-itemmargin=\"13\" data-itemwidth=\"180\" data-touchscroll=\"no\" data-imagesize=\"auto\"><div class=\"fusion-carousel-positioner\"><ul class=\"fusion-carousel-holder\"><li class=\"fusion-carousel-item\"><div class=\"fusion-carousel-item-wrapper\"><div class=\"fusion-image-wrapper hover-type-none\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"286\" height=\"200\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2018-03-Scheuba-4.jpg?fit=286%2C200&amp;ssl=1\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2018-03-Scheuba-4.jpg?resize=200%2C140&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2018-03-Scheuba-4.jpg?fit=286%2C200&amp;ssl=1 286w\" sizes=\"auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px\" \/><\/div><\/div><\/li><li class=\"fusion-carousel-item\"><div class=\"fusion-carousel-item-wrapper\"><div class=\"fusion-image-wrapper hover-type-none\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"286\" height=\"200\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2018-03-Scheuba-3.jpg?fit=286%2C200&amp;ssl=1\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2018-03-Scheuba-3.jpg?resize=200%2C140&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2018-03-Scheuba-3.jpg?fit=286%2C200&amp;ssl=1 286w\" sizes=\"auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px\" \/><\/div><\/div><\/li><li class=\"fusion-carousel-item\"><div class=\"fusion-carousel-item-wrapper\"><div class=\"fusion-image-wrapper hover-type-none\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"279\" height=\"200\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2018-03-Scheuba-2.jpg?fit=279%2C200&amp;ssl=1\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2018-03-Scheuba-2.jpg?resize=200%2C143&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/2018-03-Scheuba-2.jpg?fit=279%2C200&amp;ssl=1 279w\" sizes=\"auto, (max-width: 279px) 100vw, 279px\" \/><\/div><\/div><\/li><\/ul><div class=\"fusion-carousel-nav\"><span class=\"fusion-nav-prev\"><\/span><span class=\"fusion-nav-next\"><\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text\"><p style=\"text-align: center;\">Fotos: \u00a9 Jan Frankl<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei Jahre nach seinem mit dem \u00d6sterreichischen Kabarettpreis ausgezeichneten Solo-Debut zieht Kabarettist Florian Scheuba wieder Bilanz. 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