{"id":3292,"date":"2018-10-29T23:35:03","date_gmt":"2018-10-29T22:35:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.city-magazin.at\/?p=3292"},"modified":"2019-01-29T19:38:17","modified_gmt":"2019-01-29T18:38:17","slug":"stadtpfarrkirche-linz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/stadtpfarrkirche-linz\/","title":{"rendered":"Stadtpfarrkirche Linz"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\"  style='background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:20px;padding-right:0px;padding-bottom:20px;padding-left:0px;'><div class=\"fusion-builder-row fusion-row \"><div  class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion_builder_column_1_1  fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last 1_1\"  style='margin-top:0px;margin-bottom:20px;'>\n\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-column-wrapper\" style=\"padding: 0px 0px 0px 0px;background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;\"  data-bg-url=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h1>Wo des Kaisers<span style=\"color: #e20714;\"> Herz <\/span>ruht.<\/h1><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h4>Die Stadtpfarrkirche ist beinahe so alt wie der um 1230 angelegte Linzer Hauptplatz.<\/h4><\/h1><\/div><div class=\"fusion-text\"><p>Man errichtete die Linzer Stadtpfarrkirche an der damaligen Stadtmauer am heutigen Pfarrplatz, wo sie Zentrum eines Ensembles ist, das mit seiner alten Architektur zum besonderen Reiz der Landeshauptstadt beitr\u00e4gt. Wahrscheinlich fand die Weihe der Stadtpfarrkirche bereits um die Mitte des 12. Jahrhunderts statt, auch wenn die Kirche erst 1286 urkundlich erw\u00e4hnt wurde. Nach einem Brand im Jahre 1411 erhielt das Gebetshaus Chor und Turm.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Herzbestattung<\/strong>. Von 1489 bis 1493 residierte Kaiser Friedrich III. in Linz; er machte die Stadt mit ihren kaum 2.000 Einwohnern zum Mittelpunkt des Heiligen R\u00f6mischen Reiches. Der ungarische K\u00f6nig Matthias Corvinus hatte vorher Wien und Teile Nieder\u00f6sterreichs erobert. Als der Kaiser 1493 starb, entfernte man Herz sowie Eingeweide und bestattete diese Organe in der Stadtpfarrkirche. Daran erinnert ein Wandgrabstein aus Rotmarmor neben dem Hauptaltar. Der einbalsamierte Leichnam \u201ereiste\u201c nach Wien, das inzwischen wieder an \u00d6sterreich gefallen war. Getrennte Bestattungen waren damals \u00fcblich und bildeten oft einen Teil des Hofzeremoniells. Das Herz galt als edelster Teil des Menschen; erst 1311 stellte ein Konzilsbeschluss fest, dass die Seele nicht nur dort, sondern im ganzen K\u00f6rper wohnt.<br \/>\n<strong>Neue Religion<\/strong>. Zur Zeit der Reformation verbreitete sich die Lehre Martin Luthers in unserem Raum wie ein Lauffeuer. Immer mehr Leute bekannten sich zum protestantischen Glauben. Um den Katholizismus zu st\u00e4rken, befahl 1574 Kaiser Maximilian II. dem B\u00fcrgermeister und anderen ma\u00dfgeblichen Linzern, den Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche zu besuchen. Ab 1600 hielten dort die Jesuiten Einzug. Mit ihren Predigten versuchten sie, die protestantische Gefahr zu bannen. Um 1650 ersetzte ein barocker Neubau die gotische Kirche. Architekten, Maler und Bildhauer dieser neuen Stilrichtung waren bestrebt, mit hellen Farben und bunter Ornamentik die Freuden des Paradieses darzustellen. Dreidimensional wirkende Deckenfresken waren besonders beliebt; Betende, die nach oben blickten, sollten sich wie im Himmel vorkommen. Die Stadtpfarrkirche verf\u00fcgt jedoch nur \u00fcber ein Exemplar derartiger Meisterwerke. Das Gem\u00e4lde von Altomonte im Chorraum zeigt den Triumph der Religion, die eine wei\u00dfgekleidete Frau versinnbildlicht. In einem Grabmal an der Au\u00dfenwand entdecken wir ein weiteres bemerkenswertes Kunstwerk \u2013 eine Steinplastik. Sie zeigt einen zweigeteilten Kopf \u2013 halb Gesicht, halb Totensch\u00e4del. Die Allgegenwart des Todes war ein beliebtes Thema der Barockzeit. 1773 sah sich der Papst gezwungen, den Jesuitenorden aufzul\u00f6sen. Seine Mitglieder sollen an Verschw\u00f6rungen gegen die Staatsmacht in verschiedenen L\u00e4ndern beteiligt gewesen sein. Kaiser Josef II. war bestrebt, selbst in geistlichen Fragen vermehrt Kontrolle \u00fcber die Kirche auszu\u00fcben.<br \/>\n<strong>Ber\u00fchmter Organist.<\/strong> Anton Bruckner diente 1855 bis 1868 als Organist des Doms und der Stadtpfarrkirche. Ein Reliefstein an der Portalseite erinnert an seine T\u00e4tigkeit in letzterer. Mit der Orgel in diesem Gotteshaus war er so unzufrieden, dass er ein Gutachten \u00fcber ihre M\u00e4ngel verfasste. Ludwig Moser, der sie gebaut hatte, empfand Bruckners abf\u00e4llige \u00c4u\u00dferungen \u00fcber sein Meisterwerk als dreist. Inzwischen hat man das Musikinstrument mehrfach erneuert. Nun veranstaltet die Pfarre immer wieder Orgelkonzerte. Vielf\u00e4ltige Aktivit\u00e4ten finden heutzutage in der Kirche und dem nahegelegenen Pfarrheim statt. Mehrere Gruppen geben sich dort ein Stelldichein: Tanzkreis, Senioren-Caf\u00e9, Spielgruppe etc. Diesen November organisieren Mitarbeiter der Kirche einen bunten Abend mit Weinbegleitung und einen Adventmarkt. Sie sind sichtlich um das Wohlergehen der 3.000 Katholiken bem\u00fcht, die in der Pfarrgemeinde leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-image-carousel fusion-image-carousel-auto fusion-carousel-border\"><div class=\"fusion-carousel\" data-autoplay=\"no\" data-columns=\"5\" data-itemmargin=\"13\" data-itemwidth=\"180\" data-touchscroll=\"no\" data-imagesize=\"auto\"><div class=\"fusion-carousel-positioner\"><ul class=\"fusion-carousel-holder\"><li class=\"fusion-carousel-item\"><div class=\"fusion-carousel-item-wrapper\"><div class=\"fusion-image-wrapper hover-type-none\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"587\" height=\"700\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018-11-Stadtpfarrkirche-2.jpg?fit=587%2C700&amp;ssl=1\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018-11-Stadtpfarrkirche-2.jpg?resize=200%2C239&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018-11-Stadtpfarrkirche-2.jpg?resize=252%2C300&amp;ssl=1 252w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018-11-Stadtpfarrkirche-2.jpg?resize=400%2C477&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2018-11-Stadtpfarrkirche-2.jpg?fit=587%2C700&amp;ssl=1 587w\" sizes=\"auto, (max-width: 587px) 100vw, 587px\" \/><\/div><\/div><\/li><\/ul><div class=\"fusion-carousel-nav\"><span class=\"fusion-nav-prev\"><\/span><span class=\"fusion-nav-next\"><\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text\"><p style=\"text-align: center;\">Fotos: \u00a9 Sokoloff, Lentia Verlag<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man errichtete die Linzer Stadtpfarrkirche an der damaligen Stadtmauer am heutigen Pfarrplatz, wo sie Zentrum eines Ensembles ist, das mit seiner alten Architektur zum besonderen Reiz der Landeshauptstadt beitr\u00e4gt. 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