{"id":3405,"date":"2019-01-28T23:29:40","date_gmt":"2019-01-28T22:29:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.city-magazin.at\/?p=3405"},"modified":"2019-03-04T23:54:30","modified_gmt":"2019-03-04T22:54:30","slug":"lh-thomas-stelzer-2-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/lh-thomas-stelzer-2-jahr\/","title":{"rendered":"Interview mit LH Thomas Stelzer"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\"  style='background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:20px;padding-right:0px;padding-bottom:20px;padding-left:0px;'><div class=\"fusion-builder-row fusion-row \"><div  class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion_builder_column_1_1  fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last 1_1\"  style='margin-top:0px;margin-bottom:20px;'>\n\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-column-wrapper\" style=\"padding: 0px 0px 0px 0px;background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;\"  data-bg-url=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h1><span style=\"color: #e20714;\">Mit Leib <\/span>und Seele.<\/h1><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h4>LH Thomas Stelzer darf sich schon im 2. Jahr \u00fcber beste Umfragen freuen.<\/h4><\/h1><\/div><div class=\"fusion-text\"><p>In seinem zweiten Amtsjahr hat Landeshauptmann Thomas Stelzer wahrscheinlich noch nicht so viele H\u00e4nde gesch\u00fcttelt wie sein Vorg\u00e4nger Josef P\u00fchringer.\u00a0 Dennoch schnellten seine Umfragewerte binnen k\u00fcrzester Zeit in \u00e4hnliche H\u00f6hen. Das k\u00fcmmert ihn allerdings genauso wenig wie die Frage rund um m\u00f6gliche Kronprinzessinnen und -prinzen. Vielmehr will er f\u00fcr Land und Leute eine solide Politik machen, die auch noch n\u00e4chsten Generationen Chancen erm\u00f6glicht..<!--more--><\/p>\n<p><strong><em>In Anlehnung an Ihr O\u00d6.-Motto gleich eine private Frage: Neues Jahr, neue M\u00f6glichkeiten. Haben Sie Ihre ganz pers\u00f6nlichen Neujahrsvors\u00e4tze schon gebrochen oder zumindest bislang noch durchgehalten?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Stelzer: <\/strong>Ich bem\u00fche mich weiter eisern um deren Umsetzung (lacht augenzwinkernd).<\/p>\n<p><strong><em>Welche politischen Vors\u00e4tze haben Sie denn?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Da nehme ich mir vor, dass wir die starke Wirtschafts- und Arbeitsplatzlage, die wir uns 2018 erarbeitet haben, weiter festigen. Den Bedarf an Fachkr\u00e4ften, den wir auch in O\u00d6. haben, wollen wir bew\u00e4ltigen. Und eine ganz gro\u00dfe Herausforderung ist der Pflegebereich. Hier wollen wir seitens der Landesregierung alles daransetzen, dass die Finanzierung gelingt und wir auch neue Mitarbeiter daf\u00fcr gewinnen.<\/p>\n<p><strong><em>Bleiben wir noch kurz beim Thema Jahreswechsel. Dieser ist ja untrennbar mit Silvester und bunten Feuerwerken, aber leider eben auch heuer wieder mit schweren Verletzungen und sogar Todesfolgen verbunden. Ganz nebenbei belastet die Knallerei Mensch, Tier und Umwelt. Ist das noch zeitgem\u00e4\u00df oder sollte man das verbieten?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Es gibt sehr strenge gesetzliche Regeln, die aber offensichtlich nicht von jedem eingehalten und zudem nat\u00fcrlich auch nicht fl\u00e4chendeckend kontrolliert werden k\u00f6nnen. Wir brauchen deshalb auf jeden Fall mehr Bewusstseinsbildung, dass das mitunter halt auch sehr gef\u00e4hrlich sein kann. Wie man sieht, kommen deshalb sogar Menschen zu Tode, und auch die Umwelt wird in einem \u00fcberbordenden Ausma\u00df schwer belastet. W\u00fcrden aber wenigstens nur die Regeln, die wir ja schon haben, eingehalten, dann w\u00fcrde man aber schon viel Leid vermeiden k\u00f6nnen. Ich bin jedoch sehr skeptisch, wenn man alles im Leben nur mit noch mehr Verboten regeln will. Denn dann muss man all diese Verbote nat\u00fcrlich l\u00fcckenlos kontrollieren, damit sie auch wirklich wirksam sind. Das wird aber wohl schwierig. Deshalb m\u00fcssen immer auch ein Teil der L\u00f6sung schon noch die Vernunft und Eigenverantwortung sein. An dieser Bewusstseinsbildung ist aber ganz offensichtlich noch zu arbeiten.<\/p>\n<p><strong><em>Am 6. April \u2013 also in rund zwei Monaten \u2013 sind Sie bereits zwei Jahre Landeshauptmann von O\u00d6. Ihre Zwischenbilanz?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Schnell vergangen die Zeit. Ich bin sehr froh, dass mich viele unterst\u00fctzen und ich bin auch froh, dass der Weg, den wir unter meiner F\u00fchrung eingeschlagen haben, n\u00e4mlich konsequent keine Schulden mehr zu machen, aufgeht und uns somit auch neue Chancen er\u00f6ffnet. Jetzt k\u00f6nnen wir uns aus eigener Kraft eben auch Schwerpunkt-Investitionen f\u00fcr eine noch bessere Zukunft leisten.<\/p>\n<p><strong><em>S\u00e4mtliche Umfragen weisen Ihnen Top-Sympathiewerte aus. Sie d\u00fcrften nun schon \u00e4hnlich popul\u00e4r sein wie Josef P\u00fchringer. Hat Sie das nach so kurzer Zeit selbst auch etwas \u00fcberrascht?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Na, freuen tut mich das nat\u00fcrlich schon. Ich wei\u00df aber auch, dass Umfragen immer nur Momentaufnahmen sind. Kaum ist eine abgeschlossen, beginnt schon wieder die Arbeit und das Werben um die Zustimmung am n\u00e4chsten Tag. Fazit: solche Umfragewerte sind mir lieber als andere, aber ich verlasse mich nicht darauf und ruhe mich deswegen schon gar nicht auf meinen \u201eUmfrage-Lorbeeren\u201c aus.<\/p>\n<p><strong><em>Sie haben seit 1. J\u00e4nner mit der 37-j\u00e4hrigen Christine Haberlander erstmals eine LH-Stellvertreterin. Als solche muss sie sich ja bekanntlich auch den Herausforderungen im Spitalswesen stellen. Wie zufrieden sind Sie mit \u201eIhrer Entdeckung\u201c?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Als neuer Landeshauptmann habe ich ja Christine Haberlander sofort ins Regierungsteam geholt. Und ich bin sehr froh, dass ich mich damals so entschieden habe. Sie ist konsequent, t\u00fcchtig und hat viele Ideen. Sie ist zudem in ihrem Fachbereich eine ausgewiesene Expertin, und jetzt auch die erste Frau in der Geschichte unseres Landes, welche die Aufgabe als LH-Stellvertreterin \u00fcbernommen hat. Sie ist somit auch eine ganz wichtige St\u00fctze und eine nach vorne gerichtete Playerin im Team.<\/p>\n<p><strong><em>Manche behaupten jetzt, dass \u2013 wie Sie selbst einst Kronzprinz waren \u2013 sie nun die Kronprinzessin werden wird. Schl\u00fcssig?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nun bin ich gerade einmal zwei Jahre Landeshauptmann. Da werden Sie verstehen, dass ich mich jetzt wirklich noch nicht mit der Nachfolgefrage besch\u00e4ftigt habe. Jetzt geht es uns allen im O\u00d6VP-Team einmal darum, dass wir gemeinsam die n\u00e4chsten Jahre bestens f\u00fcr unser Land gestalten. Und Christine Haberlander hat dabei schon jetzt mit Bildung, Gesundheit und auch dem Frauenressort ganz wichtige Bereiche zu verantworten.<\/p>\n<p><strong><em>Und noch ein Personalwechsel wurde mit 1.1. vollzogen. Ihr bisheriger Stellvertreter Michael Strugl ist zum Verbund gewechselt. Ex-Thermenboss Markus Achleitner folgte ihm nach. Wie beurteilen Sie dessen Start-Performance?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Sehr gut. Ich habe ihn vorgeschlagen, weil er eben ein Mann aus der Praxis bzw. ein Top-Manager ist, der auch im Gesellschaftsleben stark verankert ist und mit den Menschen einfach gut kann. Er ist wohl auch deshalb sehr schnell und gut in seiner neuen Funktion und bei den Leuten angekommen. Das brauchen wir auch, damit wir wissen, was in der Bev\u00f6lkerung und der Wirtschaft los ist. Und nicht unerw\u00e4hnt soll an dieser Stelle auch gleich sein, dass mit Gemeindelandesrat Max Hiegelsberger noch ein Polit-Profi unser Regierungsteam verst\u00e4rkt. Und mit so einem Team macht das Arbeiten gleich doppelt Freude. Wir wollen ja das Land gemeinsam gestalten und entwickeln. Und so ist Max Hiegelsberger eine ganz wichtige Schaltstelle und eben der erfahrene Teil im Regierungsteam.<\/p>\n<p><strong><em>Bundeskanzler Kurz will sein Gehalt und das seiner Minister heuer nicht erh\u00f6hen. Sie haben es auf Landesebene nach einer Pause aber schon um 2 Prozent angepasst. Verdienen damit aber selbst als LH noch deutlich weniger als viele Manager \u2013 auch von Landesbetrieben. Viele Ober\u00f6sterreicher meinen, dass das nicht sein sollte. Was entgegnen Sie?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ja, abgesehen davon, dass wir mit der Anpassung schon l\u00e4nger zugewartet haben, sollte man sich einen Politikerjob ohnehin nicht nach der Gehaltsliste aussuchen. Da muss man einfach von der Aufgabe fasziniert und mit voller Leidenschaft dabei sein. Wichtiger als das Einkommen ist mir etwa ein gro\u00dfer Gestaltungsradius. Und genau den habe ich als Landeshauptmann. Dass man mit Spitzenjobs in der Wirtschaft mitunter deutlich besser entlohnt wird, das war mir bekannt und ich bin das auch niemandem neidig. Au\u00dferdem regelt diese Geh\u00e4lter zumeist ja der Markt von selbst.<\/p>\n<p><strong><em>SP\u00d6 und Gr\u00fcne kritisieren im Landesparlament, dass Sie die Mindestsicherung nicht um 2 Prozent angehoben haben. Ein Fehler?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>O\u00d6 hat nach wie vor die h\u00f6chste Mindestsicherung \u2013 mehr als jedes andere Bundesland. Und aktuell wird ja gerade an einer Vereinheitlichung, einer \u00f6sterreichweiten Regelung im Bereich der Mindestsicherung gearbeitet. Daher wollten wir jetzt auch nicht noch eine \u00c4nderung so kurz vor der bundesweiten Ver\u00e4nderung umsetzen. Aber den Mindestsicherungssatz f\u00fcr Kinder im Land haben wir um 2 Prozent erh\u00f6ht.<\/p>\n<p><strong><em>Wie l\u00e4sst sich das Pflegethema l\u00f6sen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ganz wichtig ist, dass wir die Familien und Menschen, die Pflege f\u00fcr Angeh\u00f6rige daheim leisten, so st\u00e4rken, dass sie diese wichtige Aufgabe auch weiterhin erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Es ist ja noch immer so, dass 80 Prozent der Pflege in der Familie geleistet werden. Des weiteren m\u00fcssen wir alles tun, damit wir Leute f\u00fcr die Pflegeberufe gewinnen. Das startet gleich bei den Jungen nach der Pflichtschule und geht hin bis zu den Wiedereinsteigern, f\u00fcr die es nun endlich auch eine finanzielle M\u00f6glichkeit gibt, die Ausbildung daf\u00fcr zu unterst\u00fctzen. Das Thema hat insgesamt auch viel mit der Entlohnung zu tun. Deshalb m\u00fcssen wir mit dem Bund verhandeln, wie man die Pflege auch in den n\u00e4chsten Jahren verl\u00e4sslich finanzieren kann. Aber ich mache mir nichts vor: leichter wird es nicht, weil wir alle erfreulicherweise immer \u00e4lter werden und der Bedarf an Pflegeleistungen klarerweise auch steigen wird.<\/p>\n<p><strong><em>Der Theatervertrag zwischen Linz und dem Land wurde von B\u00fcrgermeister Luger aufgek\u00fcndigt. Ab 2020 geht man sozusagen getrennte Wege. Werden das die Kulturbegeisterten im Land zu sp\u00fcren bekommen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich sehe es so, dass alle, die Kultur genie\u00dfen wollen, das Recht drauf haben, dass f\u00fcr ihr Steuergeld das Beste geboten wird. Und da ist es egal, ob das Steuergeld aus der Stadt Linz oder vom Land O\u00d6 kommt. Daher bem\u00fche ich mich um gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Gemeinsamkeit, trotz der K\u00fcndigung des Vertrages, damit das Brucknerorchester auch weiterhin im Brucknerhaus auftreten kann und wir auch insgesamt zu einer gemeinsamen Sichtweise gelangen. Hilfreich war es nicht, dass der Vertrag aufgek\u00fcndigt wurde. Meine Hand bleibt aber nach wie vor ausgestreckt, zumal die Leute von uns Politikern das auch erwarten.<\/p>\n<p><strong><em>Wann waren Sie das letzte Mal im Musiktheater?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das letzte Mal war ich bei der Premiere der deutschsprachigen Erstauff\u00fchrung des Musicals \u201eEin Amerikaner in Paris\u201c. Das war wirklich toll. \u00dcbrigens nicht nur die musikalischen und t\u00e4nzerischen Leistungen, sondern auch das B\u00fchnenbild und die technische Umsetzung. Das war internationale Klasse.<\/p>\n<p><strong><em>In den letzten Monaten gab es sehr viele brutale \u00dcbergriffe auf Frauen. Was kann die Politik tun, damit Frauen sich wieder sicherer f\u00fchlen k\u00f6nnen und Gewaltdelikte \u2013 insbesondere auch von manchen Asylwerber-Gruppen \u2013 ganz grunds\u00e4tzlich zur\u00fcckgehen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Erstens m\u00fcssen wir der Polizei den R\u00fccken st\u00e4rken. Ich bin sehr dankbar daf\u00fcr, dass Beamte auch in den sogenannten Hotspots starke Pr\u00e4senz zeigen und dort f\u00fcr uns alle t\u00e4glich im Einsatz stehen. Und unsere gesellschaftliche Aufgabe ist es, Probleme, die es mit manchen Gruppen gibt, nicht klein oder gar sch\u00f6n zu reden, sondern auch klar anzusprechen und aufzuzeigen. Man darf ja wohl einfordern, dass alle, die hier ihre Heimat haben oder k\u00fcnftig haben wollen, auch nach unserem Grundwerteger\u00fcst leben. Dazu z\u00e4hlt eben die Gleichberechtigung von Frau und Mann und selbstverst\u00e4ndlich auch die Tatsache, dass Gewalt in unserer Gesellschaft keinesfalls geduldet wird. Und die, die sich nicht daranhalten, m\u00fcssen mit den Konsequenzen leben. Es ist deshalb auch klar f\u00fcr mich, dass Fl\u00fcchtlinge, die ein schweres Verbrechen ver\u00fcben, somit die Chance auf Asyl bei uns verspielt haben.<\/p>\n<p><strong><em>Ein Blick in die nahe Zukunft am Ende des Gespr\u00e4chs. Wie soll Ihr \u201eLand der M\u00f6glichkeiten\u201c im schon baldigen Jahr 2020 aussehen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Es soll ein sicheres und lebenswertes Land bleiben. Es soll sich bis dahin wirtschaftlich gut weiterentwickelt haben, damit wir dem Ziel, europ\u00e4ische Spitzenregion zu werden, wieder einen gro\u00dfen Schritt n\u00e4her gekommen sind. Die Infrastruktur, etwa der Breitbandausbau, soll unser Land auch als Standort noch attraktiver machen. Ebenso eine Rot-Wei\u00df-Rot-Card, die unser Ober\u00f6sterreich auch f\u00fcr viele Fachkr\u00e4fte von au\u00dfen noch attraktiver macht, damit wir auch die Stellen besetzen k\u00f6nnen, die wir schon jetzt so gerne besetzen w\u00fcrden. Und ich hoffe und w\u00fcnsche mir wirklich sehr, dass wir vielleicht sogar schon 2020 eine nachhaltige L\u00f6sung f\u00fcr die Finanzierung der Pflege und des Gesundheitsbereiches ganz insgesamt pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><strong><em>Wie zufrieden sind Sie mit dem ersten Jahr der neuen \u00d6VP-FP\u00d6-Bundesregierung?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich bin zufrieden damit, dass die Regierung aktiv ist und sich nicht in Streitereien und Diskussionen verstrickt, sondern Entscheidungen trifft und Verbesserungen herbeif\u00fchrt. Ich hoffe, dass es so bleibt, und ich werde mich auch speziell daf\u00fcr einbringen, dass die regionalen Interessen, die L\u00e4nderinteressen, da immer mitber\u00fccksichtigt werden. Das ist eine Herausforderung, aber das ist ja auch unsere Aufgabe.<\/p>\n<p><strong><em>Im Mai wird wieder gew\u00e4hlt. Die EU-Wahl wird 2019 damit zum ersten Stimmungstest. Warum sollte man a) w\u00e4hlen gehen und b) dabei der \u00d6VP das Vertrauen schenken?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Gerade wir Ober\u00f6sterreicher haben viele gute Gr\u00fcnde, uns \u00fcber die EU zu freuen. Wir haben 2018 ja \u201e100 Jahre O\u00d6\u201c gefeiert. Dass wir den L\u00f6wenanteil dieser 100 Jahre in Frieden verleben durften, das verdanken wir schon gro\u00dfteils der europ\u00e4ischen Idee, der EU. Und auch die wirtschaftliche St\u00e4rke Ober\u00f6sterreichs h\u00e4ngt unmittelbar mit der EU zusammen. Wir sind \u00d6sterreichs Exportland Nummer eins. Ohne die EU k\u00f6nnten wir nicht so stark exportieren und international t\u00e4tig sein. Und daher ist gerade f\u00fcr den Wirtschafts- und Arbeitsplatzraum O\u00d6 die EU entscheidend wichtig. Und auf die Frage, warum man uns, die \u00d6VP bei der EU-Wahl im Mai w\u00e4hlen sollte, gibt es eine klare Antwort: die \u00d6VP ist die Europapartei schlechthin. Wir haben ja auch bei der letzten Europawahl die Nase vorne gehabt, und darum werden wir uns diesmal nat\u00fcrlich auch wieder bem\u00fchen.<\/p>\n<p><strong><em>Wie gef\u00e4hrdet ist O\u00d6., wenn es beim Brexit keinen Deal zwischen Gro\u00dfbritannien und der EU gibt?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Gef\u00e4hrdet sind wir nicht, aber nat\u00fcrlich betroffen, weil ja gerade viele O\u00d6 Firmen auch in GB Standorte haben. Daher wird es eine L\u00f6sung geben m\u00fcssen, denn auch in GB will man den Wohlstand nicht gef\u00e4hrden. Wir haben das Thema, dass wir auch rund 800 Briten haben, die in O\u00d6 leben und arbeiten. F\u00fcr die m\u00fcssen wir dann auch L\u00f6sungen finden, damit sie trotzdem hier bleiben und arbeiten k\u00f6nnen und dass die Ausbildungen anerkannt werden. Aber ich setze darauf, dass wir hoffentlich zu einer Form der Einigung kommen. Wir werden sehen &#8230;<\/p>\n<p>Das ist immer ganz schwierig, sich in einem anderen Land von au\u00dfen erstens nicht einzumischen und zweitens auch wirklich nachzuempfinden was dort los ist. Aber aus der Tatsache heraus, dass beim Referendum ganz offensichtlich die j\u00fcngeren W\u00e4hler damals zuhause geblieben sind und diese aber die massiv Leidtragenden eines Brexits sind, ist vielleicht der Wunsch der Vater des Gedankens, wenn man sagt \u201anoch einmal abstimmen\u2018. Hilfreich w\u00e4re es wahrscheinlich. Das ist immer so: Demokratie hei\u00dft Mitbeteiligen, und wenn ich darauf verzichte, mich einzubringen oder zu w\u00e4hlen, entscheiden eben andere.<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><strong><em>Derzeit brummt die Wirtschaft und sp\u00fclt auch allerhand Geld in die \u00f6ffentlichen Kassen. Die Prognosen sagen jedoch eine langsame Abk\u00fchlung der Konjunktur voraus. W\u00e4re das Land O\u00d6 darauf vorbereitet bzw. w\u00fcrde es den jetzigen Sparkurs zur\u00fcckfahren, um eine stotternde Wirtschaft anzukurbeln?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Stimmt, es wird sich nicht mehr ganz so \u00fcberbordend gut entwickeln wie noch 2018. Aber 2019 wird es ein Wachstum geben, aller Voraussicht nach auch 2020, halt in einem etwas verminderten Ausma\u00df. Wir haben den riesigen Vorteil, dass wir in vielen Branchen agieren, die sehr innovativ und technologisch hoch modern aufgestellt sind. In der ganzen Industrie, aber auch in vielen digitalen Bereichen. Es ist richtig, der Kurs, den wir bei den Finanzen eingeschlagen haben, lief darauf hinaus, jetzt keine Schulden zu machen und uns sozusagen Muskeln anzutrainieren. Dieser Kurs setzt auch darauf, dass wir \u2013 sollte es wieder n\u00f6tig sein \u2013 st\u00e4rker mit \u00f6ffentlichen Mitteln eingreifen k\u00f6nnen. Ich erachte es in den kommenden Jahren nicht mehr als n\u00f6tig, aber wir bereiten uns darauf vor.<\/p>\n<p><strong><em>W\u00e4re die Steuerreform auch ein Instrument, um den Konsum zu steigern? Was erwartet sich der ober\u00f6sterreichische Landeshauptmann von dieser Reform?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das, was jetzt die Bundesregierung als Planung vorgestellt hat, in den n\u00e4chsten Jahren umzusetzen, halte ich f\u00fcr ganz wichtig, weil es wirklich entlastet und zwar breite Kreise jener Menschen, die Steuern zahlen. Gerade in den sogenannten kleineren Einkommensbereichen oder in der Mittelschicht. Wie immer, wird es nat\u00fcrlich hoffentlich auch dazu f\u00fchren, dass es den Kreislauf mehr ankurbelt, so dass der Konsum steigt. Wir sind durch die finanzielle Neuaufstellung auch auf diese Entlastungsschritte durchaus vorbereitet. Aber es ist ein sportliches Ziel, das umzusetzen. Der Weg stimmt sicher, weil \u00d6sterreich z\u00e4hlt ja zu den L\u00e4ndern, welche eine ganz hohe Belastungsquote haben, wenn ich etwa auch die SVA Beitr\u00e4ge dazurechne. Es geht also auch darum, den Leuten einfach wieder mehr von dem zu lassen, was sie sich ja eigentlich verdienen und damit auch mehr pers\u00f6nlichen Spielraum zu schaffen. Das ist definitiv der richtige Weg.<\/p>\n<p><strong><em>In der Politik wird derzeit gerne von \u201eDeals\u201c gesprochen. Gibt es Ihrer Ansicht nach einen fairen Deal zwischen Bund und Land bzw. was lie\u00dfe sich da noch verbessern?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das ist eine Dauerdiskussion, weil wir bei vielen Aufgaben einfach n\u00fcchtern dr\u00fcber schauen m\u00fcssen, wer was besser kann. Ist es besser, wenn wir es vor Ort machen, weil wir schneller sind, weil wir einen konkreteren Blick auf die Dinge haben oder gibt es andere Aufgaben, die wirklich auch \u00f6sterreichweit besser aufgehoben sind. Das ist ein Prozess, den wir jetzt gemeinsam mit dem Bund, den Bundesl\u00e4ndern und Minister Moser auch laufen haben. Einen ersten kleineren Schritt haben wir gegen Ende des vorigen Jahres gesetzt, und das wird auch so entsprechend weiter gehen. An diesen Fragen muss man immer arbeiten.<\/p>\n<p><strong>Tom Stelzer<\/strong><br \/>\n<strong><span style=\"color: #ff0000;\">im WordRap<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Geboren: Dienstag, 21.2.1967<br \/>\nSternzeichen: Fische<br \/>\nLiebesstatus: verheiratet, 2 Kinder<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Neues Jahr \u2026<\/span> neue Chancen<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Gl\u00fcck ist f\u00fcr mich \u2026<\/span> ein Vogerl<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Abergl\u00e4ubisch bin ich \u2026<\/span> eigentlich nicht<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Auf B\u00e4llen \u2026<\/span> f\u00fchle ich mich wohl, weil ich viele Leute treffe<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Privat ist man als LH \u2026<\/span> wirklich nur in den eigenen vier W\u00e4nden<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Wenn ich ins Hotel einchecke, dann schreib ich ins Feld <\/span><span style=\"color: #ff0000;\">\u201eBeruf\u201c \u2026<\/span> Landeshauptmann<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">An Sebastian Kurz mag ich \u2026<\/span> seine offene und direkte Art<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Zur EU-Wahl im Mai gehe ich \u2026<\/span> sicher<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Skifahren ist \u2026<\/span> mein liebster Sport<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Wenn ich heute zehn Millionen im Lotto gewonnen h\u00e4tte, dann w\u00fcrde ich morgen \u2026<\/span> gleich mit einem guten Anlageberater reden<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Meinen 52. Geburtstag am 21. Februar \u2026<\/span> feiere ich im Skiurlaub mit meiner Frau und den Kindern<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Im Sternzeichen bin ich Fisch \u2013 das hei\u00dft \u2026<\/span> Ich mag das Wasser \u2013 glaube aber nicht an spezielle Eigenschaften und an Horoskope schon gar nicht (lacht)<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Ich lebe nach dem Motto \u2026<\/span> fr\u00f6hlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Mein Wohntraum \u2026<\/span> ich f\u00fchle mich wohl, so wie ich zuhause bin<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Ober\u00f6sterreich ist \u2026<\/span> das sch\u00f6nste Land<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-image-carousel fusion-image-carousel-auto fusion-carousel-border\"><div class=\"fusion-carousel\" data-autoplay=\"no\" data-columns=\"5\" data-itemmargin=\"13\" data-itemwidth=\"180\" data-touchscroll=\"no\" data-imagesize=\"auto\"><div class=\"fusion-carousel-positioner\"><ul class=\"fusion-carousel-holder\"><\/ul><div class=\"fusion-carousel-nav\"><span class=\"fusion-nav-prev\"><\/span><span class=\"fusion-nav-next\"><\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text\"><p style=\"text-align: center;\">Fotos: \u00a9 eventfoto.at (Wolfgang Kunasz\u2013Herzig), Markus Wenzel<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seinem zweiten Amtsjahr hat Landeshauptmann Thomas Stelzer wahrscheinlich noch nicht so viele H\u00e4nde gesch\u00fcttelt wie sein Vorg\u00e4nger Josef P\u00fchringer.\u00a0 Dennoch schnellten seine Umfragewerte binnen k\u00fcrzester Zeit in \u00e4hnliche H\u00f6hen. Das k\u00fcmmert ihn allerdings genauso wenig wie die Frage rund um m\u00f6gliche Kronprinzessinnen und -prinzen. Vielmehr will er f\u00fcr Land und Leute eine solide Politik machen, die auch noch n\u00e4chsten Generationen Chancen erm\u00f6glicht..<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3407,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[1,16],"tags":[],"class_list":["post-3405","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-leute"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/2019-01-Stelzer-1.jpg?fit=1500%2C1001&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p7QK0n-SV","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3405","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3405"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3405\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3434,"href":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3405\/revisions\/3434"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3407"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3405"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3405"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3405"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}