{"id":3641,"date":"2019-04-29T23:23:08","date_gmt":"2019-04-29T21:23:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.city-magazin.at\/?p=3641"},"modified":"2019-06-03T22:55:24","modified_gmt":"2019-06-03T20:55:24","slug":"jahrestag-poestlingbergkirchenbrannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/jahrestag-poestlingbergkirchenbrannt\/","title":{"rendered":"Jahrestag P\u00f6stlingbergkirchenbrand"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\"  style='background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:20px;padding-right:0px;padding-bottom:20px;padding-left:0px;'><div class=\"fusion-builder-row fusion-row \"><div  class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion_builder_column_1_1  fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last 1_1\"  style='margin-top:0px;margin-bottom:20px;'>\n\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-column-wrapper\" style=\"padding: 0px 0px 0px 0px;background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;\"  data-bg-url=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h1><span style=\"color: #e20714;\">Vor 100 Jahren brannte <\/span>die P\u00f6stlingbergkirche.<\/h1><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h4>Heimatforscher Manfred Carrington: Das flammende Linzer Wahrzeichen lockte scharenweise Neugierige auf den Hausberg der Landeshauptstadt.<\/h4><\/h1><\/div><div class=\"fusion-text\"><p>Wir kennen die P\u00f6stlingbergbahn als beschauliche Tramway auf den Linzer Hausberg. Eine gem\u00fctliche Fahrt ist Bestandteil eines jeden Ausflugs. So ist es heute kaum mehr vorstellbar, dass sie einst der Feuerwehr als Transportmittel zum Einsatz diente.<\/p>\n<p>.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Schweres Unwetter. <\/strong>Am Abend des 17. Mai 1919 tobte ein ungew\u00f6hnlich heftiges Gewitter \u00fcber der Stadt. Aufgrund ihrer exponierten Lage wurde die Ortschaft P\u00f6stlingberg am schwersten von den Unwettern heimgesucht. Schon in den 1890er Jahren hatte der Blitzschlag Sch\u00e4den an der Kirche angerichtet, die aber zu dem, was nun kommen sollte, verschwindend gering waren. Wenige Minuten vor halb acht Uhr abends schlug der Blitz mit einer solchen Wucht in die elektrischen Leitungen des Pfarrhofes ein, dass sogar die Z\u00e4hlerk\u00e4sten aus ihrer Wandverankerung gerissen wurden und 22 Fensterscheiben zu Bruch gingen. Nun war die gesamte Ortschaft ohne Strom, als ein zweiter Blitzstrahl ein Feuer am Dach des Presbyteriums entfachte. Das Schindeldach gab ihm Nahrung. Bald stand das gesamte Dachgest\u00fchl in Flammen und ergriff auch den linken Turm. Die Ortsfeuerwehr war bereits ausger\u00fcckt und stand bis zum Eintreffen der Feuerwehr Lichtenberg allein im Kampf. Endlich kam auch Verst\u00e4rkung aus Linz und Urfahr.<\/p>\n<p><strong>Viele Schaulustige. <\/strong>Beim Bergbahnhof hatte man die Motorw\u00e4gen requiriert und sich dabei gegen Menschenmassen, die als Schaulustige ebenfalls auf den Berg wollten, durchsetzen m\u00fcssen. Die Dampfspritzen kamen mit Pferdebespannung nach. Die Volkswehr versuchte indes, das neugierige Publikum zu b\u00e4ndigen, welches s\u00e4mtliche Zufahrten zum Brandplatz blockierte. Am Brandplatz erschien ebenso der Linzer B\u00fcrgermeister Karl Sadleder; auch Bischof Rudolph Hittmair bem\u00fchte sich zu Fu\u00df mit seinen beiden Sekret\u00e4ren auf den P\u00f6stlingberg. Die L\u00f6scharbeiten dauerten bis ein Uhr nachts. Den Feuerwehren war es in dieser relativ kurzen Zeit immerhin gelungen, das Innere der Wallfahrtskirche, die Seitenkapelle sowie das wertvolle Inventar zu sch\u00fctzen. Wie gl\u00fccklich der Brand letztendlich ausgegangen ist, beweist die Tatsache, dass schon am Morgen wieder eine Heilige Messe \u2013 allerdings unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit \u2013 gelesen werden konnte. Lediglich die letzte, von den Metallsammlungen des Krieges verschonte Glocke, war geschmolzen und genauso wie das gesamte Dach zerst\u00f6rt. Im Laufe des Sonntags entwickelte sich der Schauplatz zum Anziehungspunkt f\u00fcr Gaffer. Die Bergbahn musste daf\u00fcr sogar den un\u00fcblichen Zehnminutentakt aufnehmen. Im gleichen Monat, 44 Jahre sp\u00e4ter am 31. Mai 1963 um 13.42 Uhr, langten bei der Linzer Feuerwehr mehrere Notrufe ein, sie lauteten: \u201eBrand des Kirchturmes auf dem P\u00f6stlingberg!\u201c Der S\u00fcdturm der Kirche war im Jahr zuvor mit Kupferblech verkleidet worden. Beim Nordturm waren die Arbeiten gerade im Gange, weshalb der obere Teil des nun brennenden Bauwerks einger\u00fcstet war. Als die Feuerwehr eintraf, brannte sowohl die Turmkonstruktion als auch das Ger\u00fcst lichterloh.<\/p>\n<p><strong>Flammendes Inferno. <\/strong>Es entfaltete sich ein Feuersturm, der bei heftigem Ostwind \u00fcber das Dach des Kirchenschiffes zog. Bald war der gr\u00f6\u00dfte Teil der Eternitdeckung durch die Hitzeeinwirkung zersprungen und krachend auf die Umfahrungswege der Kirche heruntergest\u00fcrzt. Damit brannten aber auch sofort s\u00e4mtliche Dachlatten einschlie\u00dflich aller Sparren, die etwa 600 m\u00b2 \u00fcberspannten. Der FF P\u00f6stlingberg war es mittlerweile gelungen, das mit Kupferblech gedeckte Dach \u00fcber dem Uhrenraum zwischen den beiden T\u00fcrmen zu l\u00f6schen. Nun ging die Berufsfeuerwehr Rohr um Rohr vor. Herabfallende Glut zeigte den Weg zum Brandnest im Nordturm. Doch dieser glich einem wei\u00df gl\u00fchenden Feuerungsraum. Den Mannschaften gelang es trotz mutigstem Einsatz nicht mehr, dem Turmbrand Einhalt zu gebieten. Diese L\u00f6schgruppe k\u00e4mpfte unter den schwierigsten Bedingungen. Ein Einsatz war nicht mehr m\u00f6glich. Herabtropfendes, geschmolzenes Kupfer, gl\u00fchende Eisenschrauben und Klammern, brennende Holzbalken und hei\u00dfes Wasser gef\u00e4hrdeten oder verletzten die M\u00e4nner. Eines der beiden Rohre musste abwechselnd zum Nasshalten der auf einer Leiter stehenden L\u00f6schmannschaften und zum Freihalten des R\u00fcckzugsweges durch die Glockenstube verwendet werden.<\/p>\n<p><strong>Einsturz des Nordturms. <\/strong>Kurze Zeit sp\u00e4ter st\u00fcrzte der Nordtum ein. Die Mannschaften hatten sich jedoch noch rechtzeitig in Sicherheit bringen k\u00f6nnen. Um 18.00 Uhr war der Brand lokalisiert, doch schon wurde Rauchaustritt aus dem S\u00fcdturm gemeldet. Ein Angriff konnte wegen der blechummantelten Holzkonstruktion jedoch nur von au\u00dfen erfolgen. Unter schwierigsten Bedingungen gelang es Franz Czejka, diese zu \u00f6ffnen. Damit wurde der S\u00fcdturm buchst\u00e4blich in letzter Minute gerettet.<\/p>\n<p><strong>Linz als Fliegerstadt. <\/strong>Im n\u00e4chsten <em>CITY!<\/em> Magazin berichtet unser Heimatforscher Manfred Carrington \u00fcber die spannende Zeit, in der Linz noch als eine Hochburg des Flugsportes galt. Lassen Sie sich also davon, liebe Leser, im n\u00e4chsten Heft ab 4. Juni 2019 wieder<\/p>\n<p>begeistern.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">DATEN<\/span><\/p>\n<p><strong>1748\u00a0<\/strong> Brannt zehn Jahre nach der Erbauung<br \/>\n<strong>17. MAI 1919\u00a0\u00a0 <\/strong>Gro\u00dfbrand durch Unwetter<br \/>\n<strong>31. MAI 1963\u00a0 <\/strong>Brand durch Renovierungsarbeiten<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-image-carousel fusion-image-carousel-auto fusion-carousel-border\"><div class=\"fusion-carousel\" data-autoplay=\"yes\" data-columns=\"5\" data-itemmargin=\"13\" data-itemwidth=\"180\" data-touchscroll=\"no\" data-imagesize=\"auto\"><div class=\"fusion-carousel-positioner\"><ul class=\"fusion-carousel-holder\"><li class=\"fusion-carousel-item\"><div class=\"fusion-carousel-item-wrapper\"><div class=\"fusion-image-wrapper hover-type-zoomin\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"438\" height=\"700\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2019-05-P%C3%B6stlingsbergkirche-05.png?fit=438%2C700&amp;ssl=1\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" \/><\/div><\/div><\/li><li class=\"fusion-carousel-item\"><div class=\"fusion-carousel-item-wrapper\"><div class=\"fusion-image-wrapper hover-type-zoomin\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1109\" height=\"700\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2019-05-P%C3%B6stlingsbergkirche-02.png?fit=1109%2C700&amp;ssl=1\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" \/><\/div><\/div><\/li><li class=\"fusion-carousel-item\"><div class=\"fusion-carousel-item-wrapper\"><div class=\"fusion-image-wrapper hover-type-zoomin\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"975\" height=\"700\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2019-05-P%C3%B6stlingsbergkirche-03.png?fit=975%2C700&amp;ssl=1\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" \/><\/div><\/div><\/li><li class=\"fusion-carousel-item\"><div class=\"fusion-carousel-item-wrapper\"><div class=\"fusion-image-wrapper hover-type-zoomin\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"1071\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2019-05-P%C3%B6stlingsbergkirche-01.png?fit=1000%2C1071&amp;ssl=1\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" \/><\/div><\/div><\/li><\/ul><div class=\"fusion-carousel-nav\"><span class=\"fusion-nav-prev\"><\/span><span class=\"fusion-nav-next\"><\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text\"><p style=\"text-align: center;\">Fotos: \u00a9 Lentia Verlag<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir kennen die P\u00f6stlingbergbahn als beschauliche Tramway auf den Linzer Hausberg. 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