{"id":3781,"date":"2019-07-01T23:45:59","date_gmt":"2019-07-01T21:45:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.city-magazin.at\/?p=3781"},"modified":"2019-09-02T23:37:58","modified_gmt":"2019-09-02T21:37:58","slug":"interview-spoerk-christof","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/interview-spoerk-christof\/","title":{"rendered":"Interview mit Christof Sp\u00f6rk"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\"  style='background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:20px;padding-right:0px;padding-bottom:20px;padding-left:0px;'><div class=\"fusion-builder-row fusion-row \"><div  class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion_builder_column_1_1  fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last 1_1\"  style='margin-top:0px;margin-bottom:20px;'>\n\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-column-wrapper\" style=\"padding: 0px 0px 0px 0px;background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;\"  data-bg-url=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h1>Das echte Leben ist sehr <span style=\"color: #e20714;\">SPANNEND<\/span>.<\/h1><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h4>Kabarettist Christof Sp\u00f6rk \u00fcber seine Liebe zu Kuba, den Song Contest und Barack Obama:<\/h4><\/h1><\/div><div class=\"fusion-text\"><p>Wie kaum ein anderer vereint Kabarettist Christof Sp\u00f6rk in seinen Programmen scharfsinnigen Wortwitz mit virtuoser Musik. Schon allein deshalb wird jeder seiner Auftritte zu einem Erlebnis. <em>City!<\/em>-Redakteurin Hilde Weber traf den vielseitigen K\u00fcnstler zum exklusiven <em>City!<\/em>-Talk.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong><em>CITY!: Am 21. August gastieren Sie mit Ihrem Programm \u201eKuba\u201c im Linzer Rosengarten am P\u00f6stlingberg. Was erwartet das Publikum?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Sp\u00f6rk:<\/strong> Eine gemeinsame kabarettistische Reise nach Kuba. Ob wir dort auch ankommen, ist aber nebens\u00e4chlich. Wie hei\u00dft es doch so sch\u00f6n: Der Weg ist das Ziel. Auf jeden Fall aber werde ich gut drauf sein, denn ich liebe diese Location mit dem wunderbaren Blick \u00fcber Linz, bin auch schon einige Male am P\u00f6stlingberg spazieren gegangen. Ich freu mich aber auch deshalb darauf, weil ich zum ober\u00f6sterreichischen Publikum einen besonderen Draht habe. Es wird ein feiner Abend.<\/p>\n<p><strong><em>Warum tr\u00e4gt Ihr Programm den Titel \u201eKuba\u201c?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Es ist immer ratsam, wenn man in einem Programm \u00fcber Dinge spricht, bei denen man sich auskennt. Und Kuba ist ja so etwas wie der rote Faden in meinem Leben. Meine Frau stammt aus Kuba, wir haben vier Kinder und ich finde es einfach spannend, wenn man zwischen zwei Kulturen hin- und herjonglieren kann. Die kubanische Sicht auf unsere \u00f6sterreichischen Probleme macht auch manches recht lustig.<\/p>\n<p><strong><em>Inwiefern?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nun, denken Sie zum Beispiel ans Autostoppen. Bei uns sind Autostopper so gut wie ausgestorben, weil wir einfach keinen Bedarf mehr haben, denn bei uns hat jeder ein Auto. In Kuba ist Autostoppen allt\u00e4glich. Au\u00dferdem ist es was Sch\u00f6nes, man lernt wildfremde Menschen kennen und gelangt dabei auch noch von A nach B. Das echte Leben ist spannender als eine heruntergeladene App.<\/p>\n<p><strong><em>Woher kommt Ihre Liebe zu Lateinamerika?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich wollte zum einen hinaus in die Welt, zum anderen eine Sprache erlernen, die von vielen Menschen gesprochen wird. F\u00fcr Chinesisch, Russisch und Arabisch konnte ich mich nicht erw\u00e4rmen, Franz\u00f6sisch war mir in der Schule schon fremd und so blieb neben Englisch eben Spanisch. Dass es mich dann nach Lateinamerika, konkret nach Kuba, verschlagen hat, h\u00e4ngt aber sicher auch mit der grandiosen Musik dieses Landes zusammen. Und mit der Mentalit\u00e4t der Menschen dort, die ich sehr sch\u00e4tze.<\/p>\n<p><strong><em>Was unterscheidet die Kubaner von den \u00d6sterreichern?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wir haben an sich viel gemeinsam \u2013 wir sind ein \u00e4hnlich gro\u00dfes Land mit \u00e4hnlich vielen Einwohnern, beide L\u00e4nder haben eine gro\u00dfe Musiktradition, beide sind katholisch gepr\u00e4gt. Der Hauptunterschied liegt darin, dass \u00d6sterreich ein extrem reiches Land ist und Kuba ein extrem armes. Trotzdem zeichnen sich die Kubaner durch eine spontane Herzlichkeit und eine gro\u00dfe Gastfreundschaft aus.<\/p>\n<p><strong><em>Sehen Sie durch Ihre kubanische Ehefrau manche gesellschaftspolitischen Entwicklungen aus einem anderen Blickwinkel?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nun, ich habe wahrscheinlich weniger Scheu gegen\u00fcber Menschen aus anderen Kulturen. Im Grund genommen wollen doch alle Menschen das Gleiche: ein relativ friedliches und gutes Leben im Kreis von Familie und Freunden. Und ehrlich, ich verstehe auch jeden Menschen, der in einem armen Land lebt und verzweifelt ist, weil er keine Arbeit findet, geschweige denn jene, die von kriegerischen Auseinandersetzungen betroffen sind, dass sie weg wollen und die Hoffnung auf ein besseres Leben in einem anderen Land haben. Dieses bei uns manchmal vorherrschende Bild \u201eWir sind die Guten und da kommen die B\u00f6sen\u201c h\u00e4lt jedoch keiner \u00dcberpr\u00fcfung stand und ist keine realistische Sicht auf die Welt.<\/p>\n<p><strong><em>Man kennt Sie als Kabarettist \u2013 dass Sie auch einen Doktor-Titel tragen, wissen nur wenige. Herr Dr. Sp\u00f6rk, warum haben Sie Politikwissenschaft sudiert?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Weil mich \u2013 neben Musik und Sprache \u2013 auch Politik immer interessiert hat. Im Grund sind das auch die drei Eckpfeiler meiner Programme. Es geht um Musik, um Sprache und auch um Politik \u2013 nicht im tagespolitischen Sinne, sondern allgemein, denn alles, was wir tun, ist irgendwie politisch. Meinen Doktortitel kann ich als Kabarettist aber weniger brauchen, nur bei Beh\u00f6rdenwegen hilft er mir manchmal. \u00dcbrigens, auch bei meiner Doktorarbeit hat Kuba eine Rolle gespielt. Das Thema war \u201eMusik und Politik in der kubanischen Revolution\u201c.<\/p>\n<p><strong><em>Woher nehmen Sie die Inspirationen f\u00fcr Ihre Programme?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wenn man versucht, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, kommt die Inspiration von selbst. Das Problem ist oft nur, dass ich es rechtzeitig aufschreibe und in die richtige Form bringe. Ideen hab ich genug, aber meistens sind sie so schnell, wie sie kommen, auch wieder weg. Sie gleich zu notieren, verlangt mir eine gute Portion Disziplin ab. Zum Gl\u00fcck gibt\u2019s heutzutage Handys zum Aufnehmen.<\/p>\n<p><strong><em>Wollten Sie jemals einen anderen Beruf ergreifen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich habe das Gl\u00fcck, dass mich meine Eltern in meinem Weg voll unterst\u00fctzt haben \u2013 nicht in Form von Geld, sondern vor allem mit dem Vertrauen, das sie in mich gesetzt haben, nach dem Motto \u201eWenn du etwas wirklich willst, dann kannst du es auch\u201c. Das galt f\u00fcr mein Studium der Politikwissenschaft ebenso wie f\u00fcr meine Lust, die Welt zu entdecken und auch f\u00fcr meine Entscheidung, mit meiner Art von Musik-Kabarett mein Geld zu verdienen. Sie gaben mir das Selbstvertrauen, dass es funktionieren kann, denn als Kabarettist stellt man sich in erster Linie die Frage \u201eTraue ich mich oder traue ich mich nicht?\u201c. Man muss dann aber auch den Mut haben, es ganz zu machen, halbe Sachen funktionieren nicht.<\/p>\n<p><strong><em>Sie waren auch Gr\u00fcndungsmitglied der \u201eGlobal Kryner\u201c und haben mit dieser Formation \u00d6sterreich 2005 beim Song Contest in Kiew vertreten. Sch\u00f6ne Erinnerungen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ja, sehr sch\u00f6ne. Wir mussten mit Startnummer 1 im Semifinale antreten und haben daher in Kiew ganze 10 Tage verbracht. Der Song Contest ist ein Spektakel, ein sch\u00f6nes Fest mit S\u00e4ngern, Musikern, T\u00e4nzern, und Journalisten aus aller Welt. Und auch wenn es k\u00fcnstlerisch nicht unbedingt der gro\u00dfe Rei\u00dfer war, so hat uns der ESC viele interessante Begegnungen beschert; wir hatten dort eine gute und vor allem lustige Zeit.<\/p>\n<p><strong><em>Mit wem w\u00fcrden Sie gerne einmal einen Abend verbringen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Mit Barack Obama. Ich w\u00fcrde ihn dann fragen, ob er nicht Jazz-S\u00e4nger werden will. Er hat eine super Stimme, die mich an Frank Sinatra erinnert und ein super Timing in der Rhetorik. Und wenn er ja sagt, w\u00fcrde ich ihn managen.<\/p>\n<p><strong><em>Was w\u00fcnschen Sie sich f\u00fcr die Zukunft?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Gesundheit f\u00fcr mich und meine Familie. Wenn man so wie ich vor kurzem f\u00fcr einige Tage ins Krankenhaus musste, kommt man pl\u00f6tzlich drauf, dass Gesundheit doch wichtiger ist als alles andere. Als junger Mensch will man das nicht wahrhaben und oft merkt man erst, wenn man selbst betroffen ist, dass Gesundheit nichts Selbstverst\u00e4ndliches ist und es sehr m\u00fchsam ist, mit Einschr\u00e4nkungen zu leben.<\/p>\n<p><strong><em>Was macht Sie ganz pers\u00f6nlich gl\u00fccklich?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Meine Familie, sie ist definitiv das Wichtigste in meinem Leben. Wenn ich mit ihr einen sch\u00f6nen Sonnentag verbringen kann, ohne irgendwo hinfahren zu m\u00fcssen, einfach in Ruhe beisammen sein kann \u2013 das sind wirklich die sch\u00f6nsten Momente f\u00fcr mich.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">PERSONALAKTE<\/span><\/p>\n<p><strong>Christof Sp\u00f6rk<\/strong><br \/>\nGeboren: 16.4.1972<br \/>\nSternzeichen: Widder<br \/>\nLiebesstatus: gl\u00fccklich verheiratet, 4 Kindern<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-image-carousel fusion-image-carousel-auto fusion-carousel-border\"><div class=\"fusion-carousel\" data-autoplay=\"no\" data-columns=\"5\" data-itemmargin=\"13\" data-itemwidth=\"180\" data-touchscroll=\"no\" data-imagesize=\"auto\"><div class=\"fusion-carousel-positioner\"><ul class=\"fusion-carousel-holder\"><li class=\"fusion-carousel-item\"><div class=\"fusion-carousel-item-wrapper\"><div class=\"fusion-image-wrapper hover-type-none\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"525\" height=\"700\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2019-07-spoerk-02.png?fit=525%2C700&amp;ssl=1\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"sp\u00f6rk christof\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2019-07-spoerk-02.png?resize=200%2C267&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2019-07-spoerk-02.png?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2019-07-spoerk-02.png?resize=400%2C533&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2019-07-spoerk-02.png?fit=525%2C700&amp;ssl=1 525w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/div><\/div><\/li><\/ul><div class=\"fusion-carousel-nav\"><span class=\"fusion-nav-prev\"><\/span><span class=\"fusion-nav-next\"><\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text\"><p style=\"text-align: center;\">Fotos: \u00a9 ORF Hans Leitner, Wolfgang Hummer<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kaum ein anderer vereint Kabarettist Christof Sp\u00f6rk in seinen Programmen scharfsinnigen Wortwitz mit virtuoser Musik. 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