{"id":4338,"date":"2020-06-01T23:30:12","date_gmt":"2020-06-01T21:30:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.city-magazin.at\/?p=4338"},"modified":"2022-05-01T20:03:45","modified_gmt":"2022-05-01T18:03:45","slug":"interview-mit-julian-le-play","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/interview-mit-julian-le-play\/","title":{"rendered":"Interview mit Julian Le Play"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\"  style='background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:20px;padding-right:0px;padding-bottom:20px;padding-left:0px;'><div class=\"fusion-builder-row fusion-row \"><div  class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion_builder_column_1_1  fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last 1_1\"  style='margin-top:0px;margin-bottom:20px;'>\n\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-column-wrapper\" style=\"padding: 0px 0px 0px 0px;background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;\"  data-bg-url=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h1>R\u00fcckkehr des <span style=\"color: #e20714;\">Musikpoeten<\/span><\/h1><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\">JULIAN LE PLAY \u00fcber die Corona-Krise, Casting-Shows &amp; Sigmund Freud.<\/h1><\/div><div class=\"fusion-text\"><p>L\u00e4ngere Zeit war es ziemlich still um Schmuses\u00e4nger Julian Le Play \u2013 jetzt ist er mit einem neuen Album wieder zur\u00fcck. Gef\u00fchlvoll wie immer, aber facettenreicher denn je. <em>CITY!<\/em>-Redakteurin Hilde Weber\u00a0 traf den sympathischen K\u00fcnstler zum exklusiven Talk.<!--more--><\/p>\n<p><strong><em>CITY!: Eigentlich h\u00e4tte Ihre Tour 2020 im April im Linzer Posthof beginnen sollen. Und dann kam Corona\u2026 Wie sind Sie mit dieser Situation umgegangen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Le Play:<\/em><\/strong> Anfangs war ich nat\u00fcrlich in einer ziemlichen Schockstarre, als ein Konzert nach dem anderen abgesagt wurde. Aber ich verstehe die Ma\u00dfnahmen und finde sie wichtig. Ich habe dann von Zuhause aus begonnen, eine eigene TV-Show f\u00fcr meinen Instagram Kanal zu hosten. Hier lade ich regelm\u00e4\u00dfig andere Musiker wie Ina Regen, Conchita, Pizzera &amp; Jaus oder Christina St\u00fcrmer ein. Mittlerweile l\u00e4uft sie auch jeden Sonntag um 20.05 Uhr auf SAT1. Das h\u00e4tte ich mir vor Corona auch nie gedacht.<\/p>\n<p><strong><em>Ihr Konzert im Linzer Posthof findet nun am 4. September 2020 statt. Worauf darf sich das Publikum freuen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Auf ganz viele Songs aus meinem neuen Album \u201eTandem\u201c \u2013 und ich finde, es sind unglaublich coole Songs dabei, die live mit sehr viel Power r\u00fcberkommen werden. Ich stehe ja auch erstmals mit einer gr\u00f6\u00dferen Band und Back-<br \/>\ngrounds\u00e4ngern auf der B\u00fchne. Und ich freue mich auf Linz, denn die Linzer sind einfach ein gro\u00dfartiges und dankbares Publikum.<\/p>\n<p><strong><em>Wie kam es zum Titel \u201eTandem\u201c?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich habe meine fr\u00fcheren Alben alleine geschrieben, getextet und komponiert \u2013 und das hat an sich auch gut funktioniert. Bis ich vor ca. 3 Jahren gemerkt habe, dass es f\u00fcr das neue Album alleine nicht mehr so gut klappt wie fr\u00fcher und mir auch nicht mehr so viel Spa\u00df macht. Und dann hab ich einfach verschiedene Musiker und Freunde kontaktiert und gefragt, ob sie nicht mit mir gemeinsam etwas Neues \u2013 und zwar von null weg \u2013 schaffen m\u00f6chten. Die Reaktionen waren fast immer: \u201eJa passt, das probieren wir aus\u201c. In einer Tiroler Bergh\u00fctte sind dann in einer sehr intensiven, gemeinsamen Arbeit diese tollen Songs entstanden. Der Album-Titel \u201eTandem\u201c steht f\u00fcr das gemeinsame Erleben und Entstehen, er passt aber auch zu den Geschichten, die ich auf diesem Album erz\u00e4hle.<\/p>\n<p><strong><em>Was ist das Besondere an \u201eTandem\u201c?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Meine fr\u00fcheren Alben waren textlich sehr oft entweder in die Zukunft (\u201eIch tr\u00e4ume davon, einmal\u2026\u201c) oder in die Vergangenheit (\u201eIch denke zur\u00fcck an\u2026\u201c) gerichtet. Im neuen Album bin ich im Jetzt \u2013 die Geschichten, die ich in meinen Songs erz\u00e4hle, passieren jetzt, genau in diesem Moment.<\/p>\n<p><strong><em>Nun gab es ja eine l\u00e4ngere Zeit, in der man recht wenig von Ihnen geh\u00f6rt hat. Was war der Grund f\u00fcr diese Schaffenspause, was ist passiert?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das Leben ist passiert. Nach dem dritten Album bin ich in eine k\u00fcnstlerische Krise geschlittert. Mich haben Fragen besch\u00e4ftigt wie: Mir f\u00e4llt nichts mehr ein \u2013 kann ich es \u00fcberhaupt noch? Habe ich vielleicht schon alles gesagt? Wars das jetzt mit der Musik? Es war eine sehr schwierige Zeit, in der ich mich dann aber ganz bewusst f\u00fcr eine Pause entschieden habe. Ich war viel auf Reisen, nach Sri Lanka und Bali, konnte neue Eindr\u00fccke sammeln und den Kopf wieder frei kriegen f\u00fcr Neues. Und dann entstand eben die Idee, mit anderen Musikern gemeinsame Sache zu machen und ich bekam unglaublich viele Inputs. Das Ergebnis hei\u00dft \u201eTandem\u201c.<\/p>\n<p><strong><em>Sie singen in deutscher Sprache \u2013 gibt\u2019s Intentionen, mal was in Englisch zu machen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich hatte sie \u2013 ich war ja mit 16 fast ein Jahr in Australien und bin dort zur Schule gegangen. Damals habe ich begonnen, Lieder zu schreiben \u2013 und das nat\u00fcrlich in englischer Sprache, weil mich die Menschen auch anders nicht verstanden haben. Hier versteht man mich in Deutsch, und das wahrscheinlich f\u00fcnfmal besser.<\/p>\n<p><strong><em>Dabei w\u00e4re Ihr K\u00fcnstlername Le Play doch ideal f\u00fcr eine internationale Karriere. Wie sind Sie eigentlich darauf gekommen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich habe nach der Matura ein Semester Politikwissenschaften studiert, hab mich damals aber schon intensiv der Musik gewidmet und war auf der Suche nach einem K\u00fcnstlernamen. Als wir dann \u00fcber den franz\u00f6sischen Sozialtheoretiker Frederic Le Play lernten, fand ich dessen Namen cool und zu mir passend. Nach dieser Vorlesung war mir \u00fcbrigens klar, dass ich die Musik zum Beruf machen m\u00f6chte. Ich bin danach nie mehr auf die Uni gegangen.<\/p>\n<p><strong><em>Begonnen haben Sie Ihre Gesangskarriere aber viel fr\u00fcher, haben beim \u201eKiddy Con-<br \/>\ntest\u201c und \u201eHelden von morgen\u201c mitgemacht. Was halten Sie von Casting-Shows?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Prinzipiell finde ich, dass Casting-Shows durchaus zu einem Karrierestart verhelfen k\u00f6nnen \u2013 dann, wenn man k\u00fcnstlerisch schon so weit ist. Es ist ein Unterschied, ob man eine gute Stimme hat und Robbie Williams covered, was f\u00fcr eine Casting-Show wichtig ist. Oder ob man K\u00fcnstler sein m\u00f6chte mit eigenen Texten, mit eigenen Botschaften, mit einer eigenen visuellen Welt und die Menschen deswegen in ein Konzert gehen. Nur weil jemand gut Robbie Williams nachsingt, geht wohl keiner in ein Konzert. Wichtig ist also, nach einer Casting-Show den eigenen Weg zu finden und ihn konsequent weiter zu gehen. Insofern bietet eine Casting-Show eine gute Chance \u2013 sie ist ja auch kein Dschungelcamp.<\/p>\n<p><strong><em>Gibt es etwas, das Sie \u2013 abseits der Musik \u2013 in Ihrem Leben gerne noch machen m\u00f6chten?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Reisen, ganz viel reisen. Ich bin als Musiker zwar viel unterwegs, aber ich komme im Laufe einer Tour nicht wirklich dazu, ein Land auch zu erkunden und zu entdecken. Manches versuche ich durch meine Musikvideos zu kompensieren, die wir z.B. in Marrakesch oder auf Gran Canaria gedreht haben. Umso mehr w\u00fcnsche ich mir, dass uns nach den Corona-bedingten Beschr\u00e4nkungen die Welt bald wieder offen steht.<\/p>\n<p><strong><em>W\u00e4re vielleicht ein Tandemsprung einmal was \u2013 passend zu \u201eTandem\u201c?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Oh, eher nicht. Ich habe sogar einmal einen geschenkt bekommen, aber zur\u00fcckgegeben. Ich bin sehr kopflastig und habe damals im Kopf die \u00dcberlegung angestellt, dass es eine minimale Chance gibt, aus diesem Abenteuer nicht lebend raus zu kommen. Das habe ich aufgewogen gegen die Freude, die mir dieser Sprung bereiten w\u00fcrde \u2013 und dann habe ich es gelassen.<\/p>\n<p><strong><em>Mit wem w\u00fcrden Sie gerne einmal einen Abend verbringen, und warum?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Musikalisch mit Chris Martin, dem Mastermind von Coldplay \u2013 mit ihm w\u00fcrde ich auch gerne Musik machen. Oder mit Sigmund Freud \u2013 ich w\u00fcrde versuchen, ihm ein paar Geschichten zu entlocken, die ihm Patienten auf seiner Couch erz\u00e4hlt haben. Ich denke, das w\u00e4re sehr unterhaltsam.<\/p>\n<p><strong><em>Was macht Sie gl\u00fccklich?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Alles, wo ich meinen Kopf einmal so richtig abschalten kann. Das ist f\u00fcr mich eben haupts\u00e4chlich Musik und deswegen mach ich auch so viel davon. Jeder von uns hat so eine T\u00e4tigkeit, bei der man so ziemlich alles rundherum vergisst. Und genau das sollten wir alle in Wahrheit eigentlich viel \u00f6fter tun.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">PERSONALAKTE<\/span><\/p>\n<p><strong>Julian Le Play<\/strong><br \/>\nB\u00fcrgerlicher Name: Julian Heidrich<br \/>\nGeboren: 27.6.1991, Wien<br \/>\nSternzeichen: Krebs<br \/>\nHobbies: tanzen, singen, Basketball<br \/>\nLiebesstatus: gl\u00fccklichen Beziehung lebend<br \/>\nInfos: <strong>www.julianleplay.com<\/strong><\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-image-carousel fusion-image-carousel-auto fusion-carousel-border\"><div class=\"fusion-carousel\" data-autoplay=\"no\" data-columns=\"5\" data-itemmargin=\"13\" data-itemwidth=\"180\" data-touchscroll=\"no\" data-imagesize=\"auto\"><div class=\"fusion-carousel-positioner\"><ul class=\"fusion-carousel-holder\"><li class=\"fusion-carousel-item\"><div class=\"fusion-carousel-item-wrapper\"><div class=\"fusion-image-wrapper hover-type-none\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1050\" height=\"700\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-4.png?fit=1050%2C700&amp;ssl=1\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-4.png?resize=200%2C133&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-4.png?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-4.png?resize=400%2C267&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-4.png?resize=600%2C400&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-4.png?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-4.png?resize=800%2C533&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-4.png?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-4.png?fit=1050%2C700&amp;ssl=1 1050w\" sizes=\"auto, (max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/div><\/div><\/li><li class=\"fusion-carousel-item\"><div class=\"fusion-carousel-item-wrapper\"><div class=\"fusion-image-wrapper hover-type-none\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"467\" height=\"700\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-2.png?fit=467%2C700&amp;ssl=1\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-2.png?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-2.png?resize=400%2C600&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.city-magazin.at\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/2020-06-LePlay-2.png?fit=467%2C700&amp;ssl=1 467w\" sizes=\"auto, (max-width: 467px) 100vw, 467px\" \/><\/div><\/div><\/li><\/ul><div class=\"fusion-carousel-nav\"><span class=\"fusion-nav-prev\"><\/span><span class=\"fusion-nav-next\"><\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text\"><p style=\"text-align: center;\">Fotos: \u00a9 Josef Schartner, Danny Jungslund<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00e4ngere Zeit war es ziemlich still um Schmuses\u00e4nger Julian Le Play \u2013 jetzt ist er mit einem neuen Album wieder zur\u00fcck. 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