{"id":718,"date":"2016-10-04T11:27:21","date_gmt":"2016-10-04T09:27:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.city-magazin.at\/test00\/?p=718"},"modified":"2017-02-03T10:23:55","modified_gmt":"2017-02-03T09:23:55","slug":"frohsinn-trifft-auf-tradition-linzer-pfarrplatz-nr-2-der-treffpunkt-fuer-chormusik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/frohsinn-trifft-auf-tradition-linzer-pfarrplatz-nr-2-der-treffpunkt-fuer-chormusik\/","title":{"rendered":"Frohsinn trifft auf Tradition &#8211; Linzer Pfarrplatz Nr. 2 der Treffpunkt f\u00fcr Chormusik."},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\"  style='background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:20px;padding-right:0px;padding-bottom:20px;padding-left:0px;'><div class=\"fusion-builder-row fusion-row \"><div  class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion_builder_column_1_1  fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last 1_1\"  style='margin-top:0px;margin-bottom:20px;'>\n\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-column-wrapper\" style=\"background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;\"  data-bg-url=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h1><span style=\"color: #e20714;\">Frohsinn<\/span> trifft auf Tradition<\/h1><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h4>Linzer Pfarrplatz Nr. 2 der Treffpunkt f\u00fcr Chormusik.<\/h4><\/h1><\/div><div class=\"fusion-text\"><p><em>Der S\u00e4ngerbund \u201eFrohsinn\u201c blickt auf eine bewegte Vergangenheit zur\u00fcck. Seit einem halben Jahr beleben zudem gleich vier Ch\u00f6re mit rund 150 S\u00e4ngerinnen und S\u00e4ngern das Chor-Haus. Auch der Nachwuchsarbeit wird gro\u00dfes Augenmerk geschenkt. <\/em><!--more--><\/p>\n<p><em>Denn wer fr\u00fchzeitig einen Zugang zur Chormusik findet, der wird dem Genre eher treu bleiben.<\/em><\/p>\n<p>Das historisch wertvolle Geb\u00e4ude am Linzer Pfarrplatz ist seit jeher Stammsitz der traditionellen \u201eLinzer Singakademie\u201c. Denn als im Jahre 1845 das strenge Vereinsverbot gemildert wurde, gr\u00fcndete der \u201eAdvocatur-Concipient\u201c und sp\u00e4tere Linzer B\u00fcrgermeister Dr. Ignaz Figuly von Szep mit sechzehn Gleichgesinnten einen \u201eM\u00e4nnergesangverein\u201c, der rasch Zulauf hatte und sich im Jahre 1849 in \u201eLiedertafel Frohsinn\u201c umbenannte. Aus Gr\u00fcnden der Geselligkeit und zur Erweiterung der Chorliteratur f\u00fcgte man einen Frauenchor hinzu. So begann die lange Tradition der gro\u00dfen Oratorienauff\u00fchrungen, die noch heute eine der Hauptaufgaben des Chores sind. Anno 1909 schloss man sich mit dem \u201eS\u00e4ngerbund\u201c zum \u201eS\u00e4ngerbund Frohsinn\u201c zusammen, der vielen Linzern noch heute ein Begriff ist, obwohl aus Zeitgeistgr\u00fcnden im Jahre 1960 die noch heute g\u00fcltige Umbenennung in \u201eLinzer Singakademie\u201c erfolgte. Bei der letzten \u00dcberarbeitung der Vereinsstatuten wurde als Zweitname wieder der alte \u201eS\u00e4ngerbund Frohsinn\u201c aufgenommen. Zu den wohl prominentesten Mitgliedern dieses Vereins z\u00e4hlen sicherlich Richard Wagner und Anton Bruckner. Letzterer trat dem Verein im Jahr 1856 als ordentliches Mitglied bei und wurde dem zweiten Tenor zugeteilt. Im gleichen Jahr w\u00e4hlte ihn die Vollversammlung zum zweiten Archivar, so dass er Einblick in das vorhandene, vielf\u00e4ltige Notenmaterial nehmen konnte. Im Jahr 1868 sah sich Bruckner allerdings gezwungen, den Vorstand zu ersuchen, ihn wegen chronischer Heiserkeit und zunehmendem Hustenreiz blo\u00df unter die Zahl der unterst\u00fctzenden Mitglieder aufzunehmen.<\/p>\n<p><strong>Verstimmter Bruckner.<\/strong> Im November 1860 wurde das Musikgenie von der Vollversammlung zum ersten Chormeister gew\u00e4hlt. Im Fr\u00fchherbst 1861 legte er das Amt allerdings \u201ewegen zu arger Beleidigungen\u201c nieder, wobei nicht bekannt ist, wer zu dieser Form der Verstimmung beigetragen hat. Bruckner kam allerdings nicht los von der \u201eLinzer Singakademie\u201c, denn zu Beginn des Jahres 1868 wurde er neuerlich zum Chormeister gew\u00e4hlt, und zwar einstimmig in einer Vollversammlung, die zudem Richard Wagner zum Ehrenmitglied ernannte. Aus Dank und in Anerkennung des k\u00fcnstlerischen Wirkens Bruckners \u00fcberlie\u00df Wagner dem \u201eFrohsinn\u201c den Schlusschor aus den \u201eMeistersingern von N\u00fcrnberg\u201c zur Urauff\u00fchrung, die zum gl\u00e4nzendsten Konzert unter der Leitung Bruckners am 4.4.1868 im Linzer Redoutensaal f\u00fchrte, immerhin elf Wochen vor der Urauff\u00fchrung des ganzen Musikdramas in M\u00fcnchen. Im Herbst 1868 musste sich der Meister allerdings endg\u00fcltig vom Verein trennen, um in Wien seine neuen Stellungen als Professor am Konservatorium sowie als Organist der k.k. Hofkapelle antreten zu k\u00f6nnen. Der \u201eFrohsinn\u201c ernannte ihn schlie\u00dflich zum Ehrenmitglied. Ein letztes Mal leitete Bruckner die M\u00e4nnerch\u00f6re des \u201eFrohsinns\u201c und des \u201eS\u00e4ngerbundes\u201c bei einem Gedenkkonzert am 28.10.1877 in St. Florian. Zur Beisetzung Bruckners in St. Florian sangen am 15.10.1896 alle \u201eFrohsinn\u201c- Mitglieder den Chor \u201eWie selig sind die Toten\u201c von Felix Mendelssohn-Bartholdy.<\/p>\n<p><strong>Vier unter einem Dach.<\/strong> Heute ist die Erhaltung des denkmalgesch\u00fctzten Juwels am Pfarrplatz das Hauptanliegen des Vereins. Mit gro\u00dfz\u00fcgiger F\u00f6rderung durch die \u00f6ffentliche Hand ist es von 2006 bis 2008 gelungen, das alte Haus g\u00e4nzlich zu renovieren und die Probenr\u00e4ume mit einem zeitgem\u00e4\u00dfen Standard auszustatten. Drei weitere Ch\u00f6re sind eingezogen, darunter der renommierte \u201eHard-Chor\u201c. Alexander Koller ist Gr\u00fcnder des weit \u00fcber die Landesgrenzen hinaus bekannten Vokalensembles. Seit einem Jahr leitet er auch die Linzer Singakademie. Neu sind der Kinderchor \u201ebee-laut\u201c mit Stefanie Spanlang und der gleichlautende Jugendchor mit Magdalena Pr\u00f6tsch an der Spitze. Alexander Koller: \u201eEine derart konzentrierte und breit aufgestellte Chorgemeinschaft im Chor-Haus Frohsinn ist f\u00fcr Linz einzigartig. Wir wollen hier viele S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger unter einem Dach b\u00fcndeln und trotzdem die Identit\u00e4t der einzelnen Ch\u00f6re bewahren\u201c. Dass Chorsingen attraktiv ist, zeigen erfolgreiche Projekte im In- und Ausland, internationale Wettbewerbe, Konzerte und letztlich die moderne Chorliteratur, der sich der Hard-Chor vorwiegend widmet.<\/p>\n<p><strong>Auftakt.<\/strong> In der Linzer Singakademie ruht man sich ebenfalls nicht auf der langen Tradition aus. Vielmehr ist sie Ansporn, die Liebe zur Chormusik weiter zu pflegen. Alexander Koller: \u201eAuch in der Chorwelt gilt es immer Weitblick zu beweisen, Bew\u00e4hrtes und Neues miteinander zu verbinden. Wir wollen im Chor-Haus Frohsinn musikalische Vielfalt leben, und unsere Begeisterung und Leidenschaft f\u00fcr den Chorgesang auf unser Publikum \u00fcbertragen.\u201c Er\u00f6ffnet wird das Chor-Haus offiziell am 12. Oktober 2016 um 19.30 Uhr mit einem Konzert im Brucknerhaus. Am Programm steht Carmina Burana von Carl Orff. Alle vier Ch\u00f6re werden dabei mitwirken.<\/p>\n<p>Weitere Infos unter: www.linzersingakademie.at<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der S\u00e4ngerbund \u201eFrohsinn\u201c blickt auf eine bewegte Vergangenheit zur\u00fcck. Seit einem halben Jahr beleben zudem gleich vier Ch\u00f6re mit rund 150 S\u00e4ngerinnen und S\u00e4ngern das Chor-Haus. 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