{"id":724,"date":"2016-11-02T11:44:46","date_gmt":"2016-11-02T10:44:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.city-magazin.at\/test00\/?p=724"},"modified":"2017-02-03T10:23:34","modified_gmt":"2017-02-03T09:23:34","slug":"von-der-gaensemagd-zur-graefin-das-schloss-lamberg-zwischen-den-fluessen-steyr-und-enns-hat-bewegte-zeiten-hinter-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/von-der-gaensemagd-zur-graefin-das-schloss-lamberg-zwischen-den-fluessen-steyr-und-enns-hat-bewegte-zeiten-hinter-sich\/","title":{"rendered":"Von der G\u00e4nsemagd zur Gr\u00e4fin &#8211; Das Schloss Lamberg zwischen den Fl\u00fcssen Steyr und Enns hat bewegte Zeiten hinter sich."},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\"  style='background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:20px;padding-right:0px;padding-bottom:20px;padding-left:0px;'><div class=\"fusion-builder-row fusion-row \"><div  class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion_builder_column_1_1  fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last 1_1\"  style='margin-top:0px;margin-bottom:20px;'>\n\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-column-wrapper\" style=\"background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;\"  data-bg-url=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h1><span style=\"color: #e20714;\">Von der &#8222;G\u00e4nsemagd&#8220;<\/span> zur Gr\u00e4fin.<\/h1><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h4>Das Schloss Lamberg zwischen den Fl\u00fcssen Steyr und Enns hat bewegte Zeiten hinter sich.<\/h4><\/h1><\/div><div class=\"fusion-text\"><p><em>Katherina von Lamberg nennt sich unsere Schlossf\u00fchrerin. Sie begleitet uns durch die R\u00e4ume, die einst ihr Zuhause waren und erz\u00e4hlt uns ihre unglaubliche Lebensgeschichte.<!--more--> <\/em><\/p>\n<p><em>Eigentlich durfte sie ihren angebeteten Grafen nicht heiraten, weil sein Familienzweig buchst\u00e4blich zum Aussterben verurteilt worden war. Er hatte sich 1832 an einem Attentat am sp\u00e4teren Kaiser Ferdinand beteiligt.<\/em><\/p>\n<p>Wegen seiner Mitwirkung am Mordkomplott durfte Gustav Joachim von Lamberg nicht heiraten. St\u00e4ndig musste er einen gr\u00fcnen Strick um den Hals tragen, als Zeichen dessen, dass er zum Tode verurteilt worden war. Er sah sich gezwungen, den Wohnort viertelj\u00e4hrlich zu wechseln. Trotzdem lie\u00df er sich nicht alle Lebensfreuden verbieten. Nachdem ihm die Tochter seines Gutsverwalters in B\u00f6hmen acht Kinder geschenkt hatte, willigte Kaiser Franz Josef doch in ihre Eheschlie\u00dfung ein. Ihre Geschichte fand dennoch kein allzu gl\u00fcckliches Ende: Die Verwandtschaft war mit der unstandesgem\u00e4\u00dfen Heirat nicht einverstanden. Der einzige eheliche Sohn aus der Verbindung wurde enterbt und Katherina nach dem Tod ihres Gatten, nun verarmt, musste mit ihren Kindern in ein anderes Schloss ziehen.<\/p>\n<p><strong>Hochzeiten im Pferdestall.<\/strong> Silvie Somagutner, die bei den F\u00fchrungen die Rolle der Gr\u00e4fin \u00fcbernimmt, hat ihr Kost\u00fcm nach einem Bildnis der historischen Katherina anfertigen lassen. Das Original h\u00e4tte man kaum ohne Zofen anziehen k\u00f6nnen, aber die moderne Kopie ist mit einem versteckten Rei\u00dfverschluss ausgestattet. Die Einkleidung kann nun blitzschnell erfolgen. Nur wenige historische R\u00e4ume sind im Schloss erhalten geblieben. Die prunkvolle Bibliothek aus der Barockzeit umfasst 10.300 B\u00e4nde aus dem Zeitraum vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Panoramatapeten aus dem fr\u00fchen 19. Jahrhundert hat man in einem anderen Raum entdeckt. Der ehemalige Pferdestall mit S\u00e4ulen und Kreuzgew\u00f6lbe ist zu mieten und bietet ein ideales Ambiente f\u00fcr feierliche Anl\u00e4sse. Heute befindet sich das Schloss im Besitz der \u00d6sterreichischen Bundesforste. Man sagt, es sei zugleich der sicherste und der gef\u00e4hrlichste Ort der Stadt Steyr: Auf der einen Seite entdecken wir dort die Bundespolizeidirektion, auf der anderen, in der ehemaligen Kapelle, das Standesamt. Man findet dort auch Mietwohnungen. Im Burggraben sind Steinb\u00f6cke angesiedelt. Im Sommer bildet er dort auch in einem abgetrennten Bereich die Kulisse f\u00fcr Opern- und Musicalvorstellungen.<\/p>\n<p><strong>Von Attila bis G\u00f6ring.<\/strong> Heute erstrahlt Lamberg, gelegen auf einem Konglomeratfelsen \u00fcber der M\u00fcndung der Steyr in die Enns, in barockem Kleid. Die dreieckige Burganlage aus dem Mittelalter erhielt ihre jetzige Form nach einem Brand im Jahr 1727. Einige Bauelemente aus noch fr\u00fcheren Epochen sind ebenfalls erhalten geblieben. In mittelalterlichen Heldensagen wird die Gr\u00fcndung von Lamberg mit dem grausamen Hunnenk\u00f6nig Attila, der im 5. Jahrhundert lebte, in Verbindung gebracht. Urkundlich erw\u00e4hnt wurde die so genannte \u201eStirapurhc\u201c erst Ende des 10. Jahrhunderts. Um 1055\/1056 ging die Burg an die Otokare \u00fcber. Wegen ihrer Besitzungen in der Steiermark nannte man ihre Residenzstadt \u201eSteyr\u201c. Um 1180 erlangte die Steiermark mit Hauptstadt Graz als eigenst\u00e4ndiges Herzogtum die Unabh\u00e4ngigkeit von Bayern. Ab 1192, nach dem Aussterben der Otokare, \u00fcbernahmen die Babenberger die Herrschaft \u00fcber die Steiermark und das Traunviertel. Nachdem K\u00f6nig Rudolf von Habsburg den B\u00f6hmenk\u00f6nig Ottokar auf dem Marchfeld 1278 besiegt hatte, gelangte die Burg in den Besitz der Habsburger. Kaiser Maximilian (1459-1519) verweilte dort gerne, weil er st\u00e4ndig in Geldn\u00f6ten steckte. Die Steyrer Kaufleute leisteten ihm oft Abhilfe: Sie besa\u00dfen das Recht, mit Venedig zu handeln und hatten es deshalb zu Wohlstand gebracht. Um 1666 verkauften die Habsburger den Adelssitz an die Familie Lamberg. Zur Zeit des Anschlusses \u00fcbernahm der Nazif\u00fchrer Hermann G\u00f6ring das Schloss.<\/p>\n<p><strong>Kontakt.<\/strong> Informationen \u00fcber Besichtigung der R\u00e4ume: Wolfgang Hack, Tel. 07252\/53229.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Katherina von Lamberg nennt sich unsere Schlossf\u00fchrerin. 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