{"id":7463,"date":"2026-03-23T21:08:23","date_gmt":"2026-03-23T20:08:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.city-magazin.at\/?p=7463"},"modified":"2026-03-23T21:08:23","modified_gmt":"2026-03-23T20:08:23","slug":"witzany-trifft-helmut-rogl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.city-magazin.at\/index.php\/witzany-trifft-helmut-rogl\/","title":{"rendered":"Witzany trifft Helmut Rogl"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\"  style='background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:20px;padding-right:0px;padding-bottom:20px;padding-left:0px;'><div class=\"fusion-builder-row fusion-row \"><div  class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion_builder_column_1_1  fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last 1_1\"  style='margin-top:0px;margin-bottom:20px;'>\n\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-column-wrapper\" style=\"padding: 0px 0px 0px 0px;background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;\"  data-bg-url=\"\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h1>Ein Leben als <span style=\"color: #e20714;\">Komposition\u00a0<\/span><\/h1><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-sep-none fusion-title-size-one\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:31px;\"><h1 class=\"title-heading-left\"><h4>Werke des Linzers Helmut Rogl werden von renommierten Orchestern aufgef\u00fchrt.<\/h4><\/h1><\/div><div class=\"fusion-text\"><p>Prof. Helmut Rogl (66) ist Komponist und Pianist und war bis 2022 \u00fcber viele Jahre hinweg Marketingleiter der Ober\u00f6sterreichischen Versicherung. Seine Kompositionen begeisterten u.a. im Wiener Konzerthaus, im Brucknerhaus Linz sowie international in Washington, Rom, Mailand und London.<!--more--><\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch blickt er auf eine musikbewegte Vergangenheit zur\u00fcck und erz\u00e4hlt mir, wie Kompositionen entstehen, warum Musik f\u00fcr ihn immer Leidenschaft blieb und weshalb Kunst f\u00fcr die Gesellschaft so wichtig ist.<\/p>\n<p><strong><em>Wie bist Du zur Musik gekommen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, in dem Musik eine wichtige Rolle spielte. Schon fr\u00fch bekam ich Klavierunterricht und begann bald, nicht nur Musik zu spielen, sondern auch selbst zu erfinden und zu gestalten. Sp\u00e4ter f\u00fchrte mich mein Weg ans Brucknerkonservatorium und an das Mozarteum, wobei ich parallel auch Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Kepler Universit\u00e4t studierte.<\/p>\n<p><strong><em>Wer hat Dich damals am Linzer Brucknerkonservatorium besonders gepr\u00e4gt?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ein wichtiger Lehrer war Helmut Schiff, der Vater des ber\u00fchmten Cellisten Heinrich Schiff. Bei ihm begann meine methodische Arbeit am Komponieren.<\/p>\n<p><strong><em>Wie entstehen Deine Kompositionen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Oft beginnt alles mit einem Samen. Eine Idee kann beim Spazierengehen entstehen oder ganz pl\u00f6tzlich auftauchen. Solche Einf\u00e4lle arbeiten dann im Hintergrund weiter. Irgendwann beginnt die eigentliche Arbeit \u2013 \u00e4hnlich wie ein G\u00e4rtner, der einen Samen wachsen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong><em>Wo wurden Deine Werke mittlerweile aufgef\u00fchrt?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Viele Auff\u00fchrungen gab es hier im Linzer Raum, etwa am Konservatorium oder in der Ursulinenkirche. Auch im Wiener Konzerthaus wurden Werke von mir gespielt, sp\u00e4ter etwa in Laxenburg oder Gmunden. Im Ausland gab es ebenfalls Auff\u00fchrungen, u.a. in Litauen, Deutschland, England, Italien und Neuseeland.<\/p>\n<p><strong><em>Warum hast Du Dich trotz musikalischer Erfolge beruflich auch f\u00fcr die Wirtschaft entschieden?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Musik war f\u00fcr mich immer Leidenschaft, aber ich habe darin nicht unbedingt meinen alleinigen Beruf gesehen. Viele Komponisten m\u00fcssen nebenbei etwas anderes machen, oft unterrichten sie. Das war f\u00fcr mich nicht der Weg. Ein Beruf in der Wirtschaft war eine solide Basis und hat f\u00fcr mich auch Sinn gestiftet.<\/p>\n<p><strong><em>Wie w\u00fcnschst Du Dir, dass man Deine Musik erlebt?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Musik kann viele Facetten haben, aber sie sollte so verst\u00e4ndlich sein, dass sie das Herz der Menschen \u00f6ffnet. Sie sollte nicht zu kompliziert oder unzug\u00e4nglich sein.<\/p>\n<p><strong><em>Deine 3. Sinfonie hat viel Aufmerksamkeit bekommen. Worum geht es dabei?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u201eDona nobis pacem\u201c \u2013 so lautet der Untertitel der dritten Symphonie, also \u201eGib uns Deinen Frieden\u201c. Der Untertitel der Sinfonie besch\u00e4ftigt sich mit dem Wunsch nach Frieden. Leider gibt es ihn in der Welt noch immer nicht. Die Sinfonie beleuchtet verschiedene Facetten dieses Friedenswunsches.<\/p>\n<p><strong><em>Wie lange arbeitest Du an einer solchen Komposition?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>An der 3. Sinfonie habe ich insgesamt etwa zwei Jahre gearbeitet. Nat\u00fcrlich nicht durchgehend \u2013 zwischendurch entstehen auch andere St\u00fccke. Aber von den ersten Ideen bis zur fertigen Partitur hat es ungef\u00e4hr diese Zeit gedauert. Das Werk ist ja f\u00fcr ein gro\u00dfes Orchester geschrieben \u2013 etwa 90 Musiker k\u00f6nnen es spielen. Die Dauer betr\u00e4gt rund eine halbe Stunde.<\/p>\n<p><strong><em>Wie f\u00fchlt es sich an, wenn ein Werk zum ersten Mal aufgef\u00fchrt wird?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das ist immer ein sehr aufregender Moment. Besonders bei einem gro\u00dfen Orchester. Komponist und Musiker sind gleicherma\u00dfen gespannt. Wenn Musiker ein Werk interpretieren, bringen sie auch ihre Pers\u00f6nlichkeit ein \u2013 und dadurch entsteht jedes Mal etwas Neues.<\/p>\n<p><strong><em>Wie eng arbeitest Du eigentlich mit dem Dirigenten zusammen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Bei einer Urauff\u00fchrung spricht man sich nat\u00fcrlich ab. Die Dirigentin Maria Benyumova des Bruckner Orchesters etwa ist da sehr offen f\u00fcr den Dialog. Bei Werken verstorbener Komponisten muss man sich dann aber naturgem\u00e4\u00df ausschlie\u00dflich auf die Noten verlassen.<\/p>\n<p><strong><em>Du warst lange Marketingleiter der Ober\u00f6sterreichischen Versicherung. Wie harmoniert das mit dem Komponieren?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Es sind zwei sehr unterschiedliche Welten. Als Komponist arbeitet man oft allein und sehr konzentriert. Im Marketing hingegen z\u00e4hlt das Team und man ist im Dialog mit vielen Menschen. F\u00fcr mich war das aber ein guter Ausgleich. Trotzdem gibt es auch interessante Parallelen: Denn auch das Marketing hat einen kreativen Anteil. Man versucht, Menschen zu erreichen und mitzunehmen \u2013 \u00e4hnlich wie in der Musik. Man muss etwas schaffen, das die Menschen anspricht.<\/p>\n<p><strong><em>Wie viele Werke hast Du geschaffen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich bin inzwischen bei Opus 76 angekommen. Das reicht von Klavierst\u00fccken \u00fcber Kammermusik bis zu Opern- und Orchesterwerken.<\/p>\n<p><strong><em>Welche Rolle spielt K\u00fcnstliche Intelligenz f\u00fcr die Musik?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich probiere mitunter aus, was KI kann. Im Moment eher aus Neugier. In der sogenannten Gebrauchsmusik \u2013 etwa f\u00fcr Hintergrundmusik oder Imagefilme \u2013 k\u00f6nnte sie eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. In der klassischen Musik sehe ich das menschliche Element weiterhin als zentral.<\/p>\n<p><strong><em>Wo komponierst Du am liebsten?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Meist in meinem Arbeitszimmer. Manchmal schreibe ich auch unterwegs, etwa im Zug. Wichtig ist nur, dass man eine Idee sofort festhalten kann.<\/p>\n<p><strong><em>Was liegt Dir pers\u00f6nlich am Herzen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Mir ist wichtig, dass Kunst in unserer Gesellschaft gesch\u00e4tzt wird. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Musik und Kultur verbinden uns mit etwas Gr\u00f6\u00dferem und machen uns zu dem, was wir als Menschen sind. Die Stimmen, dass Kunst eine Art Luxus w\u00e4re, den wir uns nicht l\u00e4nger leisten k\u00f6nnten, mehren sich leider. Abgesehen davon sind wir immer noch ein reiches Land und k\u00f6nnen hier als zivilisatorisches Vorbild dienen.<\/p>\n<p><strong><em>Woran arbeitest Du derzeit?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Am 12. Juni wird anl\u00e4sslich des 60-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der JKU ein neues St\u00fcck von mir aufgef\u00fchrt. Es wird auch beim Uni-Ball und beim Sommerkonzert des Universit\u00e4tsorchesters gespielt.<\/p>\n<h2>Rogls 3. Sinfonie geh\u00f6rt geh\u00f6rt<\/h2>\n<p>Friedensappell ist auf \u00d61 erlebbar<\/p>\n<p><strong>inspirationsquelle.<\/strong> \u201eDona nobis pacem\u201c ist ein Wunsch, der gerade heute auch jenseits von Religiosit\u00e4t wie ein eindringlicher Ruf klingt: Unsere Welt braucht Frieden \u2013 und Musik kann Menschen dazu inspirieren. Man kann dieses Werk von Helmut Rogl auch online in der Radiothek von \u00d61 nachh\u00f6ren. Dar\u00fcber hinaus sind seine Kompositionen auch \u00fcber Streamingdienste abrufbar, und Infos rund um seine aktuellen Projekte und CDs gibt es unter: www.helmutrogl.at<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-image-carousel fusion-image-carousel-auto fusion-carousel-border\"><div class=\"fusion-carousel\" data-autoplay=\"no\" data-columns=\"5\" data-itemmargin=\"13\" data-itemwidth=\"180\" data-touchscroll=\"no\" data-imagesize=\"auto\"><div class=\"fusion-carousel-positioner\"><ul class=\"fusion-carousel-holder\"><\/ul><div class=\"fusion-carousel-nav\"><span class=\"fusion-nav-prev\"><\/span><span class=\"fusion-nav-next\"><\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text\"><p style=\"text-align: center;\">Fotos: \u00a9 T. Duschlbauer<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Helmut Rogl (66) ist Komponist und Pianist und war bis 2022 \u00fcber viele Jahre hinweg Marketingleiter der Ober\u00f6sterreichischen Versicherung. 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