„Wisch und weg” macht oftmals süchtig
Weniger Social Media bringt viel mehr Lebensqualität.
Jeder kennt das: Nur schnell mal einen Blick ins Smartphone machen, durchscrollen und dabei vermeintlich ausspannen.
Doch Letzteres ist eben in der Endlosschleife vieler Apps, die mittlerweile laut zahlreichen Studien sogar förmlich süchtig machen, kaum möglich.
Hirn bleibt daueraktiv. Wer einmal Videos anklickt, kann nämlich kaum noch aussteigen – und dennoch bleibt letztlich wenig Wesentliches hängen, nur ungeahnt viel Zeit geht im Internet bzw. auf Social Media verloren. Zeit, in der man echte Freunde, Familie, Job und Haushalt meist auch noch vernachlässigt. Am Ende ist man dann eher verspannt als entspannt, weil das Gehirn ständig auf der Suche ist und dadurch nie wirklich zu einem positiven (Abschluss-)Erlebnis kommt.
Einfach abschalten. Namhafte Studienforscher empfehlen daher, mit Smartphone-Gewohnheiten möglichst frühzeitig zu brechen. Etwa indem man nicht an jeder Ampel, während jeder Bim-Fahrt oder sobald man halt zu Hause ist, sofort wieder zum Smartphone greift, sondern stattdessen die Nutzung einer App auf einen spezifischen Ort oder etwa auch auf eine feste Tageszeit beschränkt. Sich einen Wecker zu stellen kann ebenso hilfreich sein, um sich selbst an die schon verstrichene Nutzungsdauer zu erinnern. Ein vorübergehender Verzicht auf Social Media kann jedenfalls die Psyche entlasten und somit Körper, Geist und Seele echte Pausen ermöglichen. Und im Alltag wird man so auch mehr weiterbringen, nicht endlos (Lebens-)Zeit mit Inszenierungen „fremder Personen“ oder künftig wohl auch vermehrt KI-generierten Inhalten verschwenden. Motto: Mehr echtes Leben, weniger Schein! Der übrigens – bei näherer Betrachtung – meist ohnehin keinem Vergleich standhält.
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