• BAUSTELLENZEIT. Auch in unseren Städten bleibt kaum eine Straße verschont.

Straßenbau für die Zukunft 

Alle Jahre wieder gibt es heuer im Sommer auch in den Städten viele Baustellen.

Der Sommer 2026 wird für Autofahrer im Zentralraum zur Geduldsprobe: In Linz treffen Sanierungen im Stadtgebiet auf die A7-Erneuerung, in Wels sorgen Innenstadtbaustellen für Umleitungen, und in Steyr bringen Leitungs- und Fernwärmearbeiten zusätzliche Einschränkungen.

Gemeinsam zeigt sich: Die Städte nützen die verkehrsärmere Ferienzeit, um Straßen und Infrastruktur gleichzeitig zu modernisieren; also mit einem nachhaltigen Nutzen für Bewohner und Autofahrer gleichermaßen.

Autobahnarbeiten in Linz. Hier werden mehrere größere Straßenprojekte den Verkehr punktuell spürbar beeinflussen. Die wichtigste innerstädtische Baustelle auf Autobahnniveau ist die Generalerneuerung der A7 zwischen Knoten Linz und Franzosenhausweg: Sie läuft seit April, in der ersten Phase bis in den Sommer hinein, bei weiterhin zwei – jedoch verengten und verschwenkten – Fahrstreifen je Richtung. Die Asfinag nennt dafür 74 Millionen Euro Investition und eine Gesamtfertigstellung im November 2027. Auch im Stadtstraßennetz fahren im Sommer die Bagger auf. Laut Straßenbauprogramm der Stadt soll die Heizhausstraße im Bereich Raimundstraße bis Jaxstraße im Sommer übergeben werden. Für Juli ist zudem an der Industriezeile der Umbau eines Gehsteigs in einen kombinierten Geh- und Radweg im Bereich Firma Plasser geplant. Weitere 2026er-Maßnahmen betreffen unter anderem die Goethestraße, die Hafenstraße und die Leibnizstraße. Die Größenordnung reicht von 10.000 Euro bis mehrere 100.000 Euro pro Baustelle. „Verkehrsinvestitionen sind auch Wirtschaftsinvestitionen. Das erhöhte Straßenbaubudget bringt nicht nur notwendige Sanierungen und Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger, sondern stärkt auch den Wirtschaftsstandort Linz“, so Verkehrsreferent Martin Hajart. Als größtes neues Langfristprojekt startet außerdem im Sommer 2026 der zweite Abschnitt der A26 mit Tunnel Freinberg, Bahnhofsknoten und Unterflurtrasse Waldeggstraße.

Umgestaltung Kaiser-Josef-Platz. In Wels befinden sich im Sommer 2026 mehrere größere Infrastrukturmaßnahmen auf dem Programm. Im Mittelpunkt steht der Kaiser-Josef-Platz, dessen mittlerer und westlicher Bereich bis voraussichtlich Oktober erneuert wird. Zunächst tauscht die eww Gruppe dort alte Leitungen für Strom, Wasser, Abwasser, Wärme und Gas aus. Parallel investiert die Stadt rund drei Millionen Euro in die Neugestaltung der Oberfläche, neue Beleuchtung sowie einen Wasserspielplatz anstelle des bisherigen Spielplatzes und Brunnens. Auch über den Kaiser-Josef-Platz hinaus sind Sommerbaustellen geplant: Der 2004 eröffnete Trodatsteg zwischen Wels und Thalheim erhält im Sommer beziehungsweise Herbst einen neuen Korrosionsschutz. Die Kosten von rund einer Million Euro tragen die beiden Gemeinden gemeinsam. Zwischen August und Oktober ist zudem ein Umbau der Kreuzung Maria-Theresia-Straße/Rennbahnstraße vorgesehen. Dort soll für rund 500.000 Euro die Verkehrsführung angepasst werden, voraussichtlich mit einer Ampelanlage. Zusätzlich investiert die Stadt rund 400.000 Euro in neue Feinbeläge und Frostschadensanierungen, unter anderem in der Laahener Straße, der Lessingstraße und der Nestroystraße.

Brücken und Stiegen. In Steyr stehen unter anderem die Sanierung der Schlüsselhofgasse im Bereich der HTL sowie Arbeiten an der Franz-Sichelrader-Straße auf dem Programm. Gleichzeitig werden zwei Gelenkbusspuren am Busbahnhof errichtet und Haltestellen modernisiert. Ein Schwerpunkt liegt zudem im Kanalbau: Der Bauabschnitt in den Bereichen Christkindl, Schlühslmayrsiedlung und Fischhub Plenklberg startet im Juli und ist bis Mitte 2027 angesetzt. Zudem ist die Generalsanierung der Pyrachstiege während der Ferien oder spätestens im Herbst geplant. Ebenso wird die Stützmauer beim Schnallentor erneuert. Darüber hinaus stehen mehrere kleinere Maßnahmen an Brücken und Stiegen an – von Geländererneuerungen bis zur Sanierung von Übergängen.

Aufreger Stau: Was nun?

Einfach einen kühlen Kopf bewahren

STAUTIPPS. Wer im Stau steht, spart Nerven mit einer einfachen Routine. Abstand halten, keine hektischen Spurwechsel, Rettungsgasse bilden und die Klimaanlage maßvoll nutzen. Wichtig auch: genug trinken, Route prüfen und bei längeren Verzögerungen rechtzeitig Tank- oder Ladestand kontrollieren.

Fotos: © AdobeStock, Oliver Koch

2026-06-28T14:06:26+02:00